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Die rheumatische Erkrankung annehmen

Miteinander

Zu akzeptieren, dass Rheuma nicht heilbar ist und einen für das weitere Leben begleiten wird, fällt den meisten Betroffenen schwer. Und auch wenn die Diagnose zunächst Klarheit bringt, über das, was mit einem „nicht stimmt“ – sie wirft auch genauso viele Fragen auf. Wie wird sich mein oder unser Leben verändern? Wie werde ich mit den Schmerzen und Beeinträchtigungen zurechtkommen? Wo finde ich Hilfe?

Viele Patienten sind zunächst einmal verunsichert, wütend, verzweifelt, manche versuchen die Krankheit zu verdrängen und ziehen sich in sich zurück. Wie lange eine solche Phase dauert, ist ganz individuell. Wichtig ist nur, dass sie irgendwann ein Ende hat und eine aktive Auseinandersetzung mit der Erkrankung beginnen kann – Schritt für Schritt.

  • Vielleicht hilft es Ihnen, sich eingehend über die Erkrankung, aber auch über die Möglichkeiten der Therapie zu informieren. Oft lassen sich die Veränderungen, die die Erkrankung mit sich bringt, dann besser verstehen und akzeptieren.
  • Versuchen Sie, sich nicht von der Erkrankung kontrollieren zu lassen: Auch wenn Sie vielleicht schneller als
    früher an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit stoßen – trotz einer rheumatischen Erkrankung ist Vieles möglich und zu schaffen. Hierbei können auch Partner, Freunde und Familie unterstützen und motivieren. Überlegen Sie gemeinsam, was Ihnen Spaß macht, ob es Alternativen zu bisherigen Gewohnheiten gibt oder welche Hilfsmittel Sie entlasten könnten.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld über Ihre Situation. Oft können sich Angehörige und Freunde nichts unter einer rheumatischen Erkrankung vorstellen und sich nicht in Ihre Lage hineinversetzen. Ein offenes Gespräch über Beschwerden und Einschränkungen, aber auch über das, was „gut geht und gut tut“, hilft oft auch, sich selbst zu reflektieren.
  • Versuchen Sie, trotz aller Umstände, positiv zu denken: Eine chronische Erkrankung kann dem Leben auch mehr
    Tiefe geben, neue Begegnungen und Perspektiven ermöglichen und positive Wendungen nehmen.

Manchmal aber gelingt es nicht, sich selbst von den negativen Gedanken zu lösen – sei es, weil die Unterstützung der Familie fehlt, sei es, weil einen die Symptome wie Schmerzen, Erschöpfung und Überforderung zu sehr belasten. Dann kann unter Umständen auch eine professionelle Unterstützung in Form von Patientenschulungen oder einer psychologische Beratung sinnvoll sein.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre „Rheumatoide Arthritis – mit der Veränderung umgehen“, die Sie hier bestellen oder direkt herunterladen können.

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