Tagebuch schreiben

Im Tagebuch die Seele frei schreiben

Aktiv sein

Sich einfach alles von der Seele zu schreiben kann eine heilsame Wirkung haben. Zu dieser Erkenntnis kommen mittlerweile über 300 Untersuchungen, die seit den 1980er Jahren durchgeführt wurden. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist der US-amerikanische Psychologieprofessor James Pennebaker von der University of Texas. Mitten in einer schweren Lebenskrise begann er selbst damit, Tagebuch zu schreiben. Schon nach einigen Tagen traten die positiven Effekte zu Tage. Er fühlte sich freier und weniger depressiv. In der Folge führte er verschiedene Experimente mit seinem Studenten durch – mit dem gleichen Ergebnis. Die Teilnehmer, die ihre Gefühle oder traumatischen Erlebnisse schriftlich festgehalten hatten, fühlten sich direkt nach dem Schreiben besser. Außerdem erzielten sie bessere Noten, hatten ein stärkeres Immunsystem und waren allgemein zufriedener mit ihrem Leben. Neurologen der Universität von Kalifornien haben zudem festgestellt, dass durch das Notieren von Gefühlen, die Hirnregionen aktiviert werden, die Stress und negative Emotionen abbauen.

Durch das Schreiben entsteht Experten zufolge eine Distanz zum Erlebten und den Gefühlen. Das wiederum kann neue Lösungsmöglichkeiten eröffnen. Und vielleicht auch einen Weg zur Selbsthilfe aus einer Krise bieten, in die auch eine Erkrankung wie die Rheumatoide Arthritis führen kann.

Vielleicht bietet das Tagebuch-Schreiben – laut Experten reichen schon fünfzehn Minuten pro Tag und zwar egal ob mit der Hand oder am Computer – auch für Sie eine Möglichkeit, sich intensiv mit Ihren Gedanken und Gefühlen zu beschäftigen, sie besser zu verarbeiten und klarer zu sehen. Bedenken Sie aber: Schreiben ist kein Allheilmittel. Bei schweren seelischen Problemen, etwa einer Depression, ist professionelle Hilfe nötig.

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