Pneumokokken-Impfung bei Rheuma

Pneumokokken-Impfung bei Rheuma

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Wer an einer entzündlichen Autoimmunerkrankung wie der Rheumatoiden Arthritis leidet, hat in der Regel ein erhöhtes Infektionsrisiko. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung gegen Pneumokokken, also Bakterien, die bestimmte Atemwegsinfekte wie Lungenentzündung hervorrufen können. In der Folge der Impfung entwickelt der Körper bestimmte Antikörper, die die Pneumokokken bekämpfen können. Bisher war aber unklar, ob und wie sich der Impfschutz bei Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung entwickelt, da verschiedene Therapien direkt in das Immunsystem eingreifen. Jetzt konnte in einer Studie gezeigt werden, dass sich der Impfschutz entwickelt und die Antikörper teilweise auch nach vielen Jahren noch nachweisbar sind – sowohl bei einer Behandlung mit Biologika als auch in einem eingeschränkten Maß bei MTX.
Aufgrund dieser Daten ist laut den Wissenschaftlern die empfohlene Routineauffrischung nach sechs Jahren nicht unbedingt nötig. Vielmehr sollte die Impfung abhängig von der im Blut gemessenen Konzentration an Antikörpern erfolgen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt um herauszufinden, wann welche Impfungen für Sie sinnvoll und notwendig sind.

Quelle: Broyde A. et al., Longterm efficacy of an antipneumococcal polysaccharide vaccine among patients with autoimmune inflammatory rheumatic diseases, J Rheumatol. 2016 Feb;43(2):267-72. doi: 10.3899/jrheum.150397. Epub 2016 Jan 15.

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