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Wie wird die Diagnose Rheumatoide Arthritis gestellt?

Rheumatoide Arthritis

Die Diagnose von rheumatischen Erkrankungen wie der Rheumatoiden Arthritis oder der Juvenilen Idiopathischen Arthritis setzt sich wie ein Puzzle aus verschiedenen Teilen bzw. Untersuchungen und Einzelbefunden zusammen. Deshalb dauert es in der Regel auch eine Weile, bis sie gesichert ist. So gibt es bislang keinen einfachen Test, mit dem sich die Rheumatoide Arthritis nachweisen lässt. Der immer wieder erwähnte Rheumafaktor, ein Eiweiß, das sich gegen bestimmte körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) richtet, ist kein alleiniger Beweis. Einerseits lässt er sich nämlich bei gesunden Menschen nachweisen, andererseits kann er bei manchen Rheumatikern nicht nachgewiesen werden.

Wichtig für die Diagnose sind vielmehr:

  • Das persönliche Gespräch, in dem die Krankengeschichte, auch Anamnese genannt, aufgenommen wird.
  • Die körperliche Untersuchung, bei der der Rheumatologe den gesamten Bewegungsapparat und speziell die Hände untersucht. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf Schwellungen, Druck- und Bewegungsschmerzen, Rötungen sowie die Beweglichkeit der Gelenke und die Muskelkraft.
  • Die Blutuntersuchung, mit der sich erhöhte Entzündungswerte, der Rheumafaktor und spezielle Antikörper nachweisen lassen.
  • Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Magnetresonanztomografie (MRT) um Gelenkentzündungen und bereits mögliche -zerstörungen sichtbar zu machen.
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