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Mit Anderen – und Rheuma

Miteinander

Eine chronische Erkrankung wie die Rheumatoide Arthritis betrifft nicht nur Sie als Patienten. Durch die Symptome wie Gelenkschmerzen, körperliche Einschränkungen oder Ermüdung kann sie auch für Ihre Familie und Freunde eine Herausforderung sein. Denn wenn Sie mit sich selbst und dem eigenen Körper nicht im Reinen sind, kann sich dieser Umstand schnell auch auf das persönliche Umfeld übertragen. Hinzu kommt, dass eine chronische Erkrankung Angstgefühle auslösen kann, in der Familie oder im Freundeskreis nicht mehr mithalten zu können.

Aber auch wenn Sie krankheitsbedingten Beschwerden nicht teilen können, so können Sie doch Ihre Wünsche, Hoffnungen oder Ängste mit anderen teilen. Hier hilft das offene Gespräch – auch wenn es manchmal schwerfallen mag. Teilen Sie sich gegenseitig Ihre Bedürfnisse und Wünsche mit, formulieren Sie als Betroffener, wo Sie konkret Unterstützung und Hilfe benötigen. Und nehmen Sie diese Hilfsangebote an. Denken Sie immer daran: Würden Sie nicht für den anderen das Gleiche tun? Aus dieser Perspektive gesehen, lässt sich Hilfe oft besser annehmen.

Oft ist es aber auch nötig, die Tagesabläufe und Routinen der neuen Situation anzupassen. Haben Sie den Wocheneinkauf bisher immer alleine erledigt? Fragen Sie Ihren Partner, ob er mitkommt und die vollen Einkaufstüten tragen kann. Geht Ihnen die Gartenarbeit nicht mehr so leicht von der Hand? Vielleicht hat jemand in der Nachbarschaft Zeit und Lust, Ihnen dabei zu helfen. Bewährt hat sich, festzulegen, wer welche täglichen Aufgaben übernimmt, die Verteilung regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls an die jeweilige Tagesform anzupassen.

Viele Menschen mit einer chronischen Erkrankung, wie der Rheumatoiden Arthritis finden eine psychologische Beratung sinnvoll. Sie hilft dabei, Wege für ein harmonisches Miteinander neu zu definieren.

Tipps für Angehörige und Freunde

  • Machen lassen: Versuchen Sie, Ihren Partner nicht zu bevormunden, sondern ermutigen Sie ihn zu viel Selbstständigkeit im Alltag.
  • Vorausschauen: Schmieden Sie Pläne, auch für den Alltag. Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung können meist nicht so spontan agieren wie Gesunde. Andererseits sollten Sie aber auch nicht enttäuscht sein, wenn die Erkrankung einen Strich durch den Plan macht.
  • Zuvorkommen: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Partner oder Freund sich nicht traut, um Unterstützung zu bitten, bieten Sie Ihm aktiv Ihre Hilfe an. Werden Sie dabei aber nicht aufdringlich.
  • Gefühle gemeinsam zulassen: Machen Sie dem Betroffenen Mut, aber erlauben Sie sich auch, gemeinsam traurig zu sein. Fehl am Platz ist dabei aber Mitleid. Auch hierbei kann Unterstützung von außen hilfreich sein.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre „Rheumatoide Arthritis – mit der Veränderung umgehen“, die Sie hier bestellen oder direkt herunterladen können.

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