Rheumaheld Christoph nach seiner Zeh-OP

Auch ein versteifter Zeh hält mich nicht auf!

Hallo ihr Lieben,

lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen und zwischenzeitlich ist viel passiert.
Erinnert ihr euch an meinen letzten Blogbeitrag „Der Berlin Marathon –  Meine letzte Challenge 2018“? Nach dem letzten Wettkampf waren die Schmerzen im Fuß nun dauerhaft. So konnte das nicht weitergehen. Bei meiner halbjährlichen Kontrolle in der Rheumaklinik im Dezember wurde mein Zeh dann genauer untersucht und eine Entscheidung musste getroffen werden…

 

Eine schockierende Diagnose

Mit einem unguten Gefühl im Bauch nahm ich den Termin wahr. Meine Bedenken: Wie sind die Rheumawerte und was ist los mit meinem Zeh? Da meiner Rheumatologin das Zeh-Problem bereits bekannt war, wurde direkt ein Facharzt für Orthopädie mit hinzugezogen.

Die Rheumawerte waren im grünen Bereich und für mich soweit okay. Nach dem Röntgen und dem Ultraschall dann das ernüchternde Ergebnis für meinen Zeh: „Das sieht nicht gut aus! Hier muss schnell gehandelt werden.“ Durch das Rheuma und die Arthrose war das Gelenk schon so geschädigt, dass es hier nicht mehr viele Möglichkeiten gab. Es hatten sich bereits kleine Knochensplitter gelöst, welche auch die heftigen Schmerzen verursachten.

Dennoch stellte ich mich gedanklich auf eine Ruhestellung des Fußes ein und dachte, dass dadurch schon alles wieder gut werden wird. Doch dann die erschreckende Nachricht:  Hier kann nur noch eine OP helfen. Was mir blieb, war lediglich die Wahl zwischen einer Versteifung des Großzehengrundgelenks und einer Prothese. Puh –  das war ein Schock. Damit hätte ich nicht gerechnet!

 

Zeh-OP – und wie geht’s weiter?

Aufgrund des Anratens der Ärzte entschied ich mich für die Versteifung des Grundgelenks. Dann ging alles ganz schnell und schon vier Wochen später fand die Operation statt.

Bis zum OP-Tag war ich positiv gesinnt und ruhig, doch dann kamen die ersten großen Zweifel. Wie wird es danach sein? Kann ich meinem Triathlon Sport noch nachkommen? Wie lange dauert die Heilung und wie wird es sein mit einem steifen Gelenk?

Ich habe die OP gut überstanden, doch die Schmerzen waren sehr heftig. Schmerzen kenne ich und ich bin sie durch meine Rheumaschübe gewöhnt, doch die ersten 72 Stunden waren fast unerträglich. Aber auch das ging vorüber. Nach einigen Tagen stand endlich die Entlassung an. „Home, Sweet Home!“ Ich mag einfach keine Krankenhäuser.

Es folgten sechs extreme Wochen, täglich begleitet mit dem hässlichem Entlastungsschuh, Krücken und dazu „Null-Belastung“. Das war für mich eine entsetzliche Zeit und meine Ungeduld und Unzufriedenheit wurden immer größer. Ich wurde langsam echt wehleidig. Aber: „Think positive – schlimmer geht immer“.

 

Mein Trainings-Comeback

Acht Wochen später stand die Abschlussuntersuchung mit Röntgenkontrolle in der Orthopädischen Klinik an. Ich war ziemlich nervös und die lange Wartezeit machte es nur noch schlimmer. Hoffentlich ist alles gut geworden…

Und dann kam die Erleichterung: Ab heute brauchte ich keinen Entlastungsschuh mehr! Die Großzehengrundgelenk-Versteifung ist prima verheilt und die Schrauben sitzen optimal. Trotzdem musste ich noch weiterhin vorsichtig sein, denn es wurde doch einiges vom Knochen entfernt und ein kleiner Spalt musste noch fertig ausheilen.

Nach wochenlanger Zwangspause ging es dann endlich wieder los. Für das Radfahren und Schwimmen hatte ich bereits „grünes Licht“. Getreu dem Motto „POWERN FÜR DIE RHEUMAKIDS“ konnte ich erstmals wieder in die Pedale treten. War das herrlich!

 

Seit Ostern habe ich nun meine extra angefertigten Laufschuhe mit speziellen Einlagen und darf endlich wieder laufen gehen. Die ersten Laufkilometer sind bereits absolviert und auch der steife Zeh wird langsam mein Freund.

Jetzt kann ich alles so akzeptieren, wie es ist. Und wichtig für mich ist, dass ich schmerzfrei bin! Das Training wird nun angezogen und ich freue mich schon riesig auf mein nächstes Ziel: Der Ironman-Hilfe Kinderrheuma – Spendenlauf „Frankfurt City Triathlon“, im August.

Hohe Ziele setzen und diese erreichen – meine Motivation für die tapferen Rheumakinder.

Ich freue mich drauf!

Euch alles Gute, ich halte euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße, Christoph