Ulrike

Mein Name ist Ulrike, ich bin 53 Jahre alt und lebe im schönen Dorf Steinhagen in der Nähe von Gütersloh. Zu meinem Leben gehört noch mein Tiger, eine 15 Jahre alte Katze, die mir Kraft gibt, wenn es mir nicht gut geht. Ich erhielt 2010 die Diagnose Rheumatoide Arthritis und habe lange gebraucht, um die Krankheit zu akzeptieren – heute kann ich aber gut damit leben.

Diagnose:

Rheumatoide Arthritis seit 2010

Mein Motto:

Nichts auf Biegen und Brechen machen, sondern nur so viel, wie Du schaffst.

So vergesse ich in schwierigen Phasen
mein Rheuma für Momente und entspanne mich:

Wenn ich bei schönem Wetter Fahrrad fahre. Danach eine heiße Dusche, etwas Gutes essen und dann mit meiner alten Madame, meiner Katze auf dem Sofa um die Wette entspannen.

Mein mutigster Rheuma-Moment:

Die Krankheit als einen neuen Partner an meiner Seite anzunehmen und sie für den Rest meines Lebens zu akzeptieren.

Mein Rat für Neuerkrankte:

Das Schönste zu suchen, was Dir am meisten Spaß macht und Du mit der Krankheit gut vereinbaren
kannst. Bei mir ist es das Fahrradfahren, deshalb habe ich auch mein Auto verkauft und dafür ein tolles Fahrrad gekauft.

Das bedeutet es für mich, eine Rheumaheldin zu sein:

Meine positive Energie weiterzugeben und mit Rat vielleicht zu helfen

Mein Weg zur Akzeptanz

Es war ein langer und schmerzhafter Weg, bis die Diagnose RA gestellt wurde. Die ersten Anzeichen waren, dass meine Beine schmerzten. Es war so schlimm, dass ich keine Decke mehr darauf ertragen konnte. Meine Hausärztin hat mich sofort an eine Neurologin weitergeleitet. Dort wurde festgestellt, dass die Fließgeschwindigkeit der Nerven in meinen Beinen extrem schlecht war. Da auch meine Neurologin nicht weiter wusste, hat sich mich zur Rheumatologin geschickt. Bis ich dort einen Termin bekommen habe, hat es zwei Monate gedauert – zwei Monate der Ungewissheit und Schmerzen. Als ich endlich einen Termin bei ihr bekam, hat sie sich sehr viel Zeit für mich genommen und mir alles über meine Erkrankung und meine Therapie in Ruhe erklärt. Mittlerweile bin ich erfolgreich auf meine Therapie eingestellt und seit zwei Jahren geht es mir gut damit.

Meine Lebensumstellung – ab aufs Rad!

Mein Leben hat sich durch die Diagnose sehr verändert. Ich habe mir gesagt: „Du bist zwar krank und kannst Dein Leben nicht mehr so gestalten, wie vor der Krankheit, aber Du lässt Dich nicht unterkriegen. Also nimm Dein Leben in die Hand und fang ein neues, anderes Leben an.” Als erstes habe ich mein Auto verkauft, da mir das Autofahren zunehmend schwerer fiel, und mir ein neues schönes Fahrrad gekauft. Es tut mit gut, meine Beine fit zu halten, so lange es geht – das war der erste Schritt ins neue Leben. Seitdem ich bei jedem Wetter Rad fahre, hatte ich keine Erkältung. mehr, was ja schon einmal positiv ist – eine Krankheit weniger im Jahr. Es ist ein gutes Gefühl, total ausgepowert nach Hause zu kommen und unter die heiße Dusche zu gehen. Zum Schluss gibt es als Belohnung für die tolle Fahrt eine schöne Tasse Kaffee auf dem Balkon. Wieder 35 Kilometer geschafft.

Nicht nur Fahrradfahren gehört zu meinem neuen Leben, aber das erzähle ich euch beim nächsten Mal. Also freut euch auf eine neue Geschichte von mir…

Bis dahin hin, alles Liebe
Eure Ulrike

Ulrikes Beiträge

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