Frau beim Zahnarzt

Beim Zahnarzt mit Rheuma

Beitrag vom 29. April 2014 | Bärbel

Blog
Rheumatoide Arthritis

Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, für mich und meine Erkrankung Verantwortung zu übernehmen. Ich informiere neue Ärzte, die mich und meinen Gesundheitszustand noch nicht kennen, so gut ich kann über meine Erkrankung und Medikamente. Denn ich habe schon so manches Überraschende erlebt. Wie machst du das? Was berichtest du anderen Ärzten über deine Erkrankung und deine Medikamente? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Meistens beginne ich damit, dass ich im Arztgespräch erwähne, dass ich eine rheumatoide Arthritis habe.
Ich beschreibe dann auch meine Einschränkungen, die für den jeweiligen Arzt relevant sind.
Beim Zahnarzt zum Beispiel weise ich darauf hin, dass ich den Mund nicht so weit öffnen kann, da bei mir an schlechten Tagen auch der Kiefer eingeschränkt ist. Außerdem habe ich mir angewöhnt bei meinen Basismedikamenten die Wirkung zu erwähnen. Ich nehme sogenannte Immunsuppressiva, die mein Immunsystem herabsetzen und daher bei mir eine erhöhte Infektionsgefahr besteht.
Dies ist besonders wichtig, wenn eine Behandlung mit einer offenen Wunde ansteht, zum Beispiel wenn ein Zahn gezogen werden muss. Muss eine Operation durchgeführt werden, wie bei mir kürzlich eine gynäkologische Operation, dann bitte ich den zuständigen Arzt sich mit meinem Rheumatologen in Verbindung zu setzten, um Details zu besprechen.
Denn dies hat unter Umständen Folgen für meine Rheuma-Therapie und die Behandlung nach der Operation.

Zudem bespreche ich gesundheitliche Veränderungen mit meinem Rheumatologen. Manchmal besteht nämlich eine Verbindung. Erst kürzlich habe ich gelesen, dass es einen Zusammenhang zwischen einer rheumatoiden Arthritis und einer Parodontitis (Entzündung des Zahnbetts) gibt. Deshalb sollten Patienten mit rheumatoider Arthritis regelmäßig zum Zahnarzt und das Zähne putzen keinesfalls vernachlässigen, auch wenn die Bewegung manchmal schwer fällt.
Ich habe seit Jahren eine elektrische Zahnbürste. Mein Ellenbogengelenk und einige meiner Fingergelenke sind entzündet, daher fällt mir die kreisende Bewegung beim Zähne putzen schwer. Zudem ist der Griff der normalen Zahnbürste dünn und das Halten ist unangenehm. Das ist bei der elektrischen Variante besser. Sie hat einen dicken Griff, den ich gut halten kann und die kreisende Bewegung macht das Gerät, ohne dass ich die Bewegung ausführen muss. Welchen Tipp im Umgang mit Ärzten hast du für andere?

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2 Kommentare

  • irmaga | |

    Bei manchen Ärzten wird man nach Medikamteneinnahme gefragt.
    Sollte dies einmal nicht der Fall sein teile ich dies im Gespräch mit.
    Es ist aber besonders wichtig selbst zu wissen auf was man achten muss wenn man Biologika nehmen muss. Ich habe manchmal den Eindruck, dass manche Ärzte mit meinem Medikament nichts anfangen können. Wenn ich mir unsicher bin frage ich bei meinem Rheumatologen nach.

    • hyrax | |

      Dass manche Ärzte nicht wissen, was es bedeutet Biologika zu spritzen, habe ich bei meinem ehemaligen Hausarzt erlebt. Er arbeitet auch mit Natur- und Alternativmedizin. Er wollte unbedingt, dass ich mindestens 14 Tage heilfaste. Er gibt entsprechende Kurse bei sich in der Praxis und in der VHS. Außerdem regte er an, in eine von ihm vorgeschlagene Kältekammer zu gehen. Da fallen natürlich ganz schöne Selbstzahlerkosten an. Als ich diese Vorschläge meinem internistischen Rheumatologen vorstellte, riet er mir dringend, diesen Hausarzt zu wechseln, was ich dann auch tat. Die viel weitere Anfahrt dorthin, nehme ich in Kauf.

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