Tägliche Bewegung: Spazieren-am-fluss

Wer rastet, der rostet

Aktiv sein

Vielleicht fahren Sie bei schönem Wetter mal mit dem Fahrrad zur Arbeit, steigen zwei oder drei Stationen eher aus Bus oder Bahn aus, spielen nachmittags ausgiebig mit den Enkeln im Garten, verabreden sich mit Freunden zum Nordic Walking oder drehen am Abend mit Ihrem Partner noch eine kleine Runde um den Block: Die tägliche Bewegungsbilanz zu verbessern ist eigentlich gar nicht so schwierig. Und gerade für Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung wichtig. Denn auch wenn es Ihnen aufgrund Ihrer Beschwerden vielleicht nicht immer leicht fällt, sich zu einer „Bewegungseinheit“ zu überwinden: Machen Sie sich bewusst, dass im Grunde schon jeder Schritt hilft, die Gelenke beweglich zu halten und irreparablen Schäden vorzubeugen.

Und wenn Sie diese regelmäßig an der frischen Luft gehen und dabei auch noch Sonne tanken (Sonnenschutz nicht vergessen), kann der Körper durch die UV-Strahlung Vitamin D bilden, einen wichtigen Stoff für den Knochenaufbau. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viele Meter Sie im Durchschnitt pro Tag zu Fuß zurücklegen – aber auch um sich zusätzlich zu motovieren – kann ein Schrittzähler hilfreich sein. Es müssen ja nicht gleich die häufig genannten 10.000 Schritte am Tag sein.

Zusätzlich diesem Mehr an Bewegung im Alltag können auch spezielle Angebote wie das Funktionstraining der Deutschen Rheuma-Liga oder eine spezielle Medizinische Trainingstherapie dazu beitragen, die Gelenke beweglich zu halten, die Muskulatur zu stäken oder Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination zu verbessern. Durch ein solches Training fällt dann oft auch die Bewegung im Alltag, etwa das Treppensteigen, wieder leichter.

Beim Funktionstraining trainieren Sie unter Anleitung eines speziell geschulten Physiotherapeuten in einer Gruppe – entweder im warmen Wasser (Wassergymnastik) oder an Land (Trockengymnastik). Zusätzlich zu der Bewegung helfen auch das Miteinander in der Gruppe, der regelmäßige Austausch und die Motivation durch Gleichgesinnte, mit den Folgen und Einschränkungen der rheumatischen Krankheit besser zurecht zu kommen. Da das Funktionstraining eine gesetzlich anerkannte ergänzende Leistung zur Rehabilitation ist, wird es bei medizinischer Notwendigkeit durch die Krankenkasse oder die Rentenversicherung (bei Verordnung durch eine Rehabilitationseinrichtung) bezahlt.
Die Medizinische Trainingstherapie (MTT) bezeichnet ein gezieltes Muskelaufbautraining an Kraftgeräten unter therapeutischer Aufsicht. Dazu wird ein individueller Trainingsplan erstellt, der, laufend an den aktuellen Trainingsstand Ihrer Muskulatur angepasst wird. Die MTT findet in der Regel in Einzel- oder Gruppentraining statt und wird vom Arzt in der Regel im Anschluss an eine Kurmaßnahme verordnet.

Wichtig: Auch während eines Schubs sollten Sie Ihre Gelenke nicht komplett ruhig halten. Leichte Bewegungsübungen – ausgeübt ohne Kraft und Belastung auf den Gelenken – helfen dabei, Entzündungsstoffe ab- und Nährstoffe hinzutransportieren. Hier kann Ihnen der Physiotherapeut geeignete Übungen zeigen.

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