Tasse am Lichtdurchfluteten Fenster

Den Vitamin D-Haushalt im Blick

Rheumatoide Arthritis

Vitamin D – kein anderes Vitamin hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Forschung erhalten. Offenbar zu Recht, wie zahlreiche Studien zeigen. Denn nicht nur, dass hierzulande bei jedem Zweiten ein Vitamin D-Mangel vorliegt. Unter Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis ist der Anteil mit 70 Prozent sogar noch höher.1

Studien deuten auf Zusammenhänge mit Rheuma hin

Dabei scheint Vitamin D gerade bei Rheumatoider Arthritis eine wichtige Rolle zu spielen. So gibt es in der Forschung vermehrt Hinweise darauf, dass Vitamin D einen positiven Einfluss auf einen günstigen Verlauf von Autoimmunerkrankungen wie die Rheumatoide Arthritis nehmen kann. Ob es aber wirklich das Entstehungsrisiko senken oder die Krankheitsaktivität positiv beeinflussen kann, lässt sich aufgrund der unübersichtlichen Datenlage nicht eindeutig beantworten.2

Als gesichert gilt hingegen, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D das Risiko für Osteoporose, also den Abbau von Knochenmasse, senken kann. Vitamin D sorgt nämlich dafür, dass das Kalzium aus der Nahrung besser in die Knochen eingebaut wird. Dies ist besonders wichtig für die Patienten, die dauerhaft Kortison einnehmen. Dieser Wirkstoff kann das Risiko für eine Osteoporose nämlich erhöhen.

Die Ernährung um Vitamin D ergänzen

Wie aber wird der Körper mit Vitamin D versorgt? Auch wenn wir es teilweise über die Nahrung aufnehmen können, so wird der Großteil vom Körper selbst produziert. Hier spielt die Sonne eine entscheidende Rolle. Die enthaltene UV-B-Strahlung sorgt dafür, dass in der Haut eine Vorläufersubstanz zu Vitamin D umgewandelt wird. Allerdings müssen wir dazu auch ausreichend Zeit in der Sonne verbringen: Schon 15 Minuten am Tag mit unbedeckten Körperstellen wie Gesicht und Armen reichen laut Experten aus. Das ist aber vor allem im Winter schwierig.

Deshalb raten viele Ärzte RA-Patienten mittlerweile zu einer Nahrungsergänzung mit Vitamin D-Präparaten. Allerdings sollte diese nur nach entsprechenden Blutuntersuchungen und in enger Absprache mit dem Arzt erfolgen. Wer eigenmächtig solche Präparate einnimmt, riskiert ernsthafte Folgen für die Gesundheit. Eine regelmäßige Kontrolle der Vitamin D-Werte im Blut ist also angeraten.

Quellen:

1) Kerr, G. et al., Prevalence of vitamin D insufficiency/deficiency in rheumatoid arthritis and associations with disease severity and activity, The Journal of Rheumatology, vol. 38 no. 1, 53-59 doi:10.3899/jrheum.100516

2) Aranow, C. et al., Vitamin D and the immune system, J Investig Med., 2011 Aug; 59(6): 881–886, doi: 10.231/JIM.0b013e31821b8755

Arnson, Y. et al., Vitamin D and autoimmunity: new aetiological and therapeutic considerations, Ann Rheum Dis., 2007 Sep; 66(9):1137-42. Epub 2007 Jun 8, doi: 10.1136/ard.2007.069831

Cantorna, M. et al., The paradoxical effects of vitamin D on Type 1 mediated immunity, Mol Aspects Med., 2008 Dec; 29(6): 369–375. doi: 10.1016/j.mam.2008.04.004

Cutolo M. et al., Vitamin D endocrine system involvement in autoimmune rheumatic diseases, Autoimmun Rev., 2011 Dec; 11(2):84-7, doi: 10.1016/j.autrev.2011.08.003

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