Rheumamedikamente auf Reisen: Reisen mit Koffer

Meine Reiseapotheke

Beitrag vom 23. Mai 2014 | Bärbel

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Ich liebe es in ferne Länder zu reisen und von meiner rheumatischen Erkrankung lasse ich mich davon nicht abbringen. Im Laufe der Jahre konnte ich einige Erfahrungen sammeln, wie es ist mit Medikamenten zu verreisen und wie ich das mit der Zeitverschiebung und der Einnahme hinbekomme. Hast du Tipps für die Reise mit Medikamenten? Was ist in deiner Reiseapotheke? Zuerst stelle ich immer meine Reiseapotheke zusammen.

Folgendes ist mir besonders wichtig:

      • Wunddesinfektionsmittel
        Meine Basismedikamente sind stark wirksame Immunsuppressiva. Sie hemmen mein Immunsystem und Bakterien in Wunden werden nicht so gut bekämpft wie bei einem gesunden Menschen. Wunden können sich deshalb leichter infizieren. Ein Desinfektionsmittel soll dies verhindern.
      • Wund- und Heilsalbe
        Ich nehme ein Biologikum ein. Dies hat negativen Einfluss auf meine Wundheilung
        und oft dauert es bei mir recht lange bis eine Wunde verheilt. Mit einer Wund- und Heilsalbe habe ich das Gefühl es geht schneller.
      • Etwas gegen Durchfall
        Ich möchte sicher gehen, dass die Wirkung meiner Medikamente durch Durchfall nicht beeinflusst wird.

Dann kümmere ich mich um meine Rheumamedikamente. Ich berechne die Anzahl an Tabletten für die Urlaubstage plus circa sieben Extratage als Sicherheitspuffer. Mit meinem Rheumatologen bespreche ich, wie ich mir im „Notfall“ mit Kortison helfen kann. Auch das habe ich immer in größeren Mengen dabei, damit ich es entsprechend der Anweisungen meines Rheumatologen erhöhen kann, falls nötig. Meine Tabletten nehme ich immer mit ins Handgepäck. Mir ist es einmal passiert, dass mein Koffer nicht ankam. Es hat einige Tage gedauert, dann wurde der Koffer nachgeliefert. Das war schon blöd, weil ich nichts anzuziehen hatte, aber ohne meine Medikamente wäre es wirklich übel gewesen.

Dann sind da noch meine Spritzen. Meine MTX-Spritzen habe ich nicht im Handgepäck. Ich möchte nicht ausprobieren, was am Flughafen geschieht, wenn die meine Spritzen entdecken. Deshalb packe ich die in meinen Koffer. Aufwendiger wird es für das Biologikum. Das muss immer gekühlt sein. Ich habe bisher immer meinen Urlaub so gelegt, dass ich nicht in der Urlaubszeit spritzen muss. Ich weiß, dass es notwendig ist, die Mitnahme von Spritzen bei der Airline anzumelden und sich dies am besten auch schriftlich bestätigen zu lassen. Zudem ist eine Bescheinigung des Arztes notwendig, dass die Spritzen für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis notwendig sind. Dann sollte mit einer Kühltasche getestet werden, ob die Temperatur auch über die komplette Reisedauer bei 2° bis 8°C gehalten wird. Hast du damit Erfahrung damit? Wie machst du das?

Medikamenteneinnahme und Zeitverschiebung ist noch ein Thema. Meine Schmerzmittel nehme ich morgen und abends, also alle 12 Stunden. Das mache ich auch mit Zeitverschiebung so. Da ich es vermeiden möchte Schmerzen zu bekommen, nehme ich aber meine Schmerzmittel eher zu früh als zu spät, um wieder in den Rhythmus morgens und abends zu kommen. Das Kortison nehme ich normalerweise morgens zwischen 6 und 8 Uhr ein. Bei einer Reise in den Westen „wird der Tag länger“, daher teile ich das Kortison auf. Sonst hat mein Körper zu wenig und ich die Schmerzen. Deshalb nehme ich dann am Urlaubsort ein Drittel meiner Dosierung am Abend und dann den Rest am nächsten Morgen. Am nächsten Tag bin ich dann im Rhythmus der neuen Zeit. Das funktioniert bei mir gut. Auch das habe ich mit meinem Rheumatologen besprochen und mache es seitdem so. Wie machst du das? Hast du einen Tipp für Andere?

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