Stress: Frau schreit nach Auszeit

Stress, lass nach!

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Beruf, Haushalt, Familie, Streit, ein akuter Rheumaschub oder anhaltende Schmerzen – das alles beeinflusst unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Kurzum: Wir stehen unter Stress. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Druck oder Anspannung. Wie wir Stress empfinden ist dabei individuell verschieden: Was für den einen der pure Stress ist, kann dem anderen durchaus Spaß machen. Eines ist aber gleich: Auf Dauer kann Stress uns gesundheitlich sehr zusetzen.

Und: Bei Rheumapatienten kann er sich negativ auf die Krankheitsaktivität auswirken. So zeigt sich bei Betroffenen, die in Beruf oder Familie stark eingespannt sind, meist sowohl eine höhere Anzahl als auch eine längere Dauer der Schübe. Hinzu kommt, dass Stress sich negativ auf das Immunsystem auswirkt: Die Patienten sind anfälliger für Infekte und werden häufiger krank. Nicht zuletzt kann Stress zu Verspannungen der Muskulatur führen. Diese wiederum können bereits bestehende Gelenkschmerzen verschlimmern oder zusätzlich noch zu sogenannten Spannungskopfschmerzen oder weiteren Beschwerden führen.

Der Weg aus der Stressfalle

Es gibt einige Möglichkeiten sich aus der Stressfalle zu befreien und somit Körper und Seele etwas Gutes zu tun. Ansetzen sollten Sie auf diesem Weg sowohl bei den äußeren Stressfaktoren als auch bei Ihrer inneren Einstellung.

  • In einer stressigen Situation kann es manchmal schon helfen, sich kurz abzulenken und wieder einen kühlen Kopf zu bekommen. Gehen Sie eine Runde um den Block, halten Sie ein Pläuschchen mit einem netten Menschen oder lassen Sie einfach mal Dampf ab – natürlich ohne dabei jemanden zu kränken.
  • Ein gutes Zeitmanagement hilft, gar nicht erst in stressige Situationen zu kommen. Versuchen Sie, Prioritäten zu setzen und planen Sie ausreichend Zeit für die wichtigen Dinge ein. Gerade mit einer rheumatischen Erkrankung gehen einem manche Dinge vielleicht nicht mehr so schnell von der Hand und brauchen einfach mehr Zeit.
  • Sport und spezielle Entspannungsmethoden helfen dabei, den Kopf frei zu bekommen. Außerdem werden Stresshormone schneller abgebaut.
  • Familie und Freunde können Rückhalt und Kraft geben. Lassen Sie sie möglichst an Ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben. Das schafft Entlastung.
  • Wenn Sie langfristig unter Stress leiden, müssen Sie unter Umständen Ihre Einstellung und Ihr Verhalten überprüfen und anpassen. Eine solche Änderung gelingt nicht von heute auf morgen. Setzen Sie sich Teilziele. Sonst entsteht nur zusätzlicher Druck.
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