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Welche Sportart ist mit Rheuma die richtige für mich?

Aktiv sein
Rheumatoide Arthritis
Juvenile idiopathische Arthritis

Lange Jahre in den Boxring gestiegen, jetzt eine flotte Sohle auf das Parkett legen, früher erfolgreiche Volleyballerin, heute begeisterte Anhängerin des Tai Chi: Eine rheumatische Erkrankung muss nicht das Ende der „Sportlerkarriere“ bedeuten. Die Sportart ändert sich vielleicht nur etwas. Bei der Wahl der Sportart gilt: Sie sollte die entzündeten Gelenke möglichst wenig belasteten und ein geringes Verletzungsrisiko haben. Ideal sind Sportarten mit langsamen und fließenden Bewegungsabläufen.

Hier ein paar mögliche Beispiele:

  • Kräftigungsübungen mit leichten Gewichten stärken Beine, Armen und Rücken.
  • Ausdauertraining mit Sportarten wie Walking, Radfahren, Schwimmen und Tanzen stärkt Herz und Lunge.
  • Gymnastik und Wassergymnastik.
  • Tai Chi (Schattenboxen).
  • Bestimmte Übungen aus dem Yoga, die durch meditative Körper- und Atemübungen die Beweglichkeit und Koordination verbessern und zur Entspannung beitragen.
  • Ein von der Deutschen Rheuma-Liga entwickeltes Funktionstraining speziell für Rheuma-Patienten.

Sportarten mit ruckartigen Bewegungen, Stößen, Schlägen oder hohem Kraftaufwand sind für die meisten Rheuma-Patienten hingegen weniger geeignet. Dazu gehören zum Beispiel Fußball, Handball, Volleyball, Tennis, Squash, Badminton oder Kampfsport. Aber vielleicht gibt es für Sie doch eine Möglichkeit, Ihrem bisherigen Lieblingssport treu zu bleiben. Hier können Ihnen Ihr Rheumatologe, Physio- oder Ergotherapeut beratend zur Seite stehen. Denn selbst das beste Training zeigt erst Wirkung, wenn Sie es regelmäßig ausführen. Und das gelingt leichter, wenn die Sportart Freude macht und Sie sich dabei und danach wohl fühlen. Überlegen Sie also, was zu Ihnen passt: Lieber an der frischen Luft als in der Turnhalle? Teamplayer oder Einzelkämpfer? Zu festen Zeiten oder lieber flexibel? Organisiert im Verein oder spontan mit Freunden?

Wichtig: Während eines Schubs ist Sport zunächst nicht empfehlenswert. Dennoch sollten Sie Ihre Gelenke auch nicht komplett ruhig halten. Leichte Bewegungsübungen – ausgeübt ohne Kraft und Belastung auf den Gelenken – können dabei helfen, Entzündungsstoffe ab- und Nährstoffe hinzutransportieren. Hier kann Ihnen der Physiotherapeut geeignete Übungen zeigen.

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