Radfahren mit Rheuma: Fahrradfahren im Frühling

Rauf auf’s Rad: Mobil in den Frühling

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Endlich Frühling: Für viele heißt das, sich endlich wieder in den Sattel zu schwingen. Ob für den Weg ins Büro oder eine entspannte Radtour am Wochenende: Wer ein paar Dinge beachtet, der ist mit einer rheumatischen Erkrankung gut für die Fahrradsaison gerüstet. Und tut mit dem regelmäßigen Tritt in die Pedale auch noch einiges für seine Gesundheit. Blutzucker- und Blutfettwerte können sich normalisieren, das Herz-Kreislaufsystem kann profitieren ebenso wie die Psyche. Wer radelt, ist fitter und ausgeglichener. Für Rheuma-Patienten besonders wichtig: Radfahren schont die Gelenke. Bis zu 75 Prozent des Körpergewichts wird vom Sattel getragen und lastet somit nicht auf den Knie- oder Fußgelenken.

Gelenkschonendes Radfahren: Kleine Details – große Wirkung

Damit Sie Radfahren trotz rheumatischer Erkrankung richtig genießen können, sollten Sie besonders auf Ergonomie achten: Ein tiefer Einstieg ermöglicht unkompliziertes Auf- und Absteigen, eine Vollfederung und ein ergonomischer Sattel schonen Rücken und Gelenke nicht nur auf längeren Radtouren. Praktisch sind einhändig bedienbare Schlösser und Gepäckträger mit einfachen Schnappsystemen. Sie erleichtern die Nutzung im Alltag, etwa wenn Sie Einkäufe mit dem Rad erledigen möchten.

Eine große Hilfe für unbeschwertes Radeln sind Fahrräder mit Elektromotor, so genannte E-Bikes oder Pedelecs. Wenn der Tritt in die Pedale schwerer fällt – vielleicht, weil der Wind Ihnen mal stärker ins Gesicht bläst, ein Hügel auf der Route liegt oder Sie einfach nicht können, wie Sie gerne wollen – übernimmt der Elektromotor und Sie können die Fahrt ohne weitere Belastung der Gelenke fortsetzen. Außerdem können Sie so mühelos auch längere Touren in Gruppen unternehmen, in denen alle unterschiedlich fit sind. Besonders komfortable E-Bikes verfügen über Automatik-Getriebe, sodass Sie nicht einmal Ihre Trittfrequenz anpassen müssen.

Welches ist das richtige Fahrrad für mich?

Ein Aspekt des Fahrradkaufs, der für Alle gilt, ist für Rheuma-Patienten besonders wichtig: Die individuelle Beratung und Anpassung im Fachgeschäft. Damit beim Radfahren Rücken und Gelenke geschont werden, sind sowohl Details wie die richtigen Lenkergriffe, als auch die gesamte Körperhaltung auf dem Fahrrad wichtig. Eine optimale Anpassung des Rades an seinen Besitzer, auch „Bike Fitting“ genannt, beugt Schmerzen an Händen, Knien und Gesäß vor. So kann nahezu jeder Rheuma-Patient mit „seinem“ Fahrrad etwas für Beweglichkeit und Wohlbefinden tun. Genießen Sie den Frühling – treten Sie in die Pedale!

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