Füße am Strand

Meine Tipps für Rheuma-Füße

Beitrag vom 14. September 2014 | Bärbel

Blog
Rheumatoide Arthritis

Bei einer rheumatischen Erkrankung wie der rheumatoiden Arthritis können auch die Füße bzw. Sprung- und Zehengelenke betroffen sein. Sind dazu noch die Kniegelenke entzündet, wie bei mir, dann sollten die Füße etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Welche Erfahrungen hast du mit Einlagen oder orthopädischen Schuhen? Hast du vielleicht einen orthopädischen Maßschuh und kannst uns darüber berichten?

Ich muss beispielsweise sehr darauf achten, dass sich durch die Entzündungen in Knien und Sprunggelenken und die Schmerzen, die ich dadurch habe, mein Gangbild nicht zu sehr verändert. Wenn ich an schlechten Tagen die Praxis meiner Physiotherapeutin betrete, sieht sie an meinem Gang, dass es mir nicht gut geht. Ich nehme unbewusst eine Schonhaltung ein, bin leicht nach vorne gebeugt und die Füße hebe ich beim Gehen kaum an. Es ist mehr wie ein leichtes „Schlurfen“. Meine Zehen haben sich im Laufe der Jahre leider auch verändert. Sie entwickeln sich langsam zu Hammerzehen.
Es ist wohl nicht ungewöhnlich, dass es über mehrere Jahre zu Hühneraugen, Schwielen, Hallux valgus oder Hammer- und Krallenzehen kommen kann, wenn sich das Gangbild verändert.

Was ich dagegen mache? Ich gehe regelmäßig zum Sport und mache Muskelaufbautraining, damit mein Gang stabiler und meine Koordination gestärkt wird. Das tut mir gut. Aber auch Schuhe haben einen Einfluss auf meine Füße. Hohe Absätze, gequetschte Zehen oder Riemchen-Schuhe ohne Halt sind nicht gerade gut für meine Füße. Trotzdem trage ich im Sommer auch mal FlipFlops, aber nur wenn ich kurze Wege habe. Nur noch sehr selten kaufe ich Schuhe nach ihrem Aussehen. Wenn ich heute in einem Schuhladen stehe und beim Probieren der Schuhe denke, die werden sich bestimmt noch einlaufen, dann kaufe ich die Schuhe nicht, sondern lasse sie im Laden. Mir persönlich gefallen leider orthopädische Schuhe so gar nicht, obwohl sie sicherlich gut für meine Füße sind. Kann es die nicht auch in schön geben?
Meine Lieblingsschuhe momentan sind Turnschuhe in verschiedenen Variationen. Sie haben in der Regel eine gute, dämpfende Sohle, orthopädische Einlagen können eingelegt werden und es gibt sie in vielen bunten Farben. Welche Art Schuhe kannst du empfehlen?

Und wenn die Füße doch schmerzen, habe ich hier noch einen kleinen Tipp. Auf youtube habe ich einen Film mit Yoga Übungen für die Füße entdeckt.

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4 Kommentare

  • Bärbel | |

    Ich habe gerade einen Artikel gelesen, der sich auch mit dem Thema “Füße” befasst. Schaut mal hier: http://www.curado.de/entzuendete-fussgelenke-haeufig-uebersehen-28780/.
    Hier geht es u.a. darum, dass wir Patienten unsere Füße zu wenig beachten, Veränderungen oft zu spät bemerken und unseren Rheumatologen nicht direkt informieren. Es entstehen daher leider immer wieder Schäden, die nicht sein müssten und verhindert werden könnten.

    • wolkensturm | |

      Ich bin hier grad ganz neu und habe durch Zufall diese interessante rheumahelden Seite entdeckt.
      Das Thema Schuhe und Füsse kenne ich sehr gut. Bei den Füssen fängt alles an. Ich persönlich habe folgende Schuhe für mich entdeckt. Ich denke mal,die Marke darf ich nicht nennen. Ich seh mir davon die Jungenstiefel an und zwar die mit den 3 Klettverschlüssen. Sie sind hoch genug ,daß sie über die knöchel gehen und geben guten Halt und sind sehr leicht. Wenn die füsse mal schmerzen oder dicker sind,schnall ich sie nicht so fest. Außerdem passt eine Einlage hienein und ich kann auch die Sprunggelenksbandage tragen. Ich trag sie auch im Sommer und komme mir dann fast trekkingmäßig vor.
      Meine Füsse sind auch immer gepannt wie ein Flitzebogen und schmerzen beim Auftreten. Ich löse sie durch die Druckpunktmassage.Einfach da,wo es wehtut einen (nicht schmerzenden) Finger aufsetzen und dann mit etwas Druck leicht massieren.

      • irmaga | |

        Dein Beitrag spricht mir aus der Seele. Bei mir fing das Rheuma vor 9 Jahren am linken Fuß an. Im Laufe der Zeit haben sich meine Füße verändert, aber immer wenn ich das beim Rheumatologen anspreche wird gar nicht so drauf geachtet. Selbst wenn man Fragebogen beim Rheumatologen ausfüllen muss; wo sind die Schmerzen am stärksten etc., sind die Füße immer ausgenommen. Nach einer Infusion mit Biologika haben sich meine Beschwerden an den Fingern bzw. Handgelenken erheblich verbessert.
        Leider nicht an den Füßen, jetzt bin ich beim Orthopäden gelandet, mal sehen was der so alles findet. Mit Röntgen fängt alles an, Einlagen verschrieben, jetzt noch ein MRT Mitte Mai. Bin mal gespannt was da raus kommt.
        Am Abend massiere ich meine Füße mit einem Noppenball und creme sie mit Arnika Salbe ein.
        Ich habe im Laufe meiner Krankheit die Füße immer erwähnt, aber keiner der Ärzte ist näher drauf eingegangen.
        Zur Zeit kann ich nur noch sportliche Schuhe, die weich und bequem, auch wo ich die Einlagen reinlegen kann, anziehen. Es gibt da eine Schuhmarke die schöne Schuhe haben, die auch hübscher aussehen. Ich glaub man darf keine Marken nennen. “Man läuft im Wald”.

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