Drei Elefanten im grünen

Im Schub: Meine Quellen der Kraft

Beitrag vom 6. Dezember 2014 | Bärbel

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Miteinander
Aktiv sein

Ich lebe seit vielen Jahren mit der rheumatoiden Arthritis (RA). Leider gehöre ich nicht zu denen, die einen milden Krankheitsverlauf haben. Nein, bei mir lässt sich die RA immer wieder etwas Neues einfallen. Entzündungen in den Gelenken wechseln, Medikamente wirken gut und dann auf einmal nicht mehr, bei mir gibt es leider keinen Stillstand. Das kostet Kraft – insbesondere in Schubphasen, wenn wieder ein neues, vorher noch nie entzündetes Gelenk geschwollen und schmerzhaft ist.

Doch wie ist es möglich, einen Rheumaschub möglichst gut zu überstehen? Woher nehmen wir die Kraft? Bei meinem letzten schweren Schub wurde ich vor eine große Herausforderung gestellt. Es ging mir sehr schlecht. Ich habe gelitten. Doch irgendwann, kam der Gedanke, dass ich selbst entscheiden kann, wie ich weiter mache. Entweder ich ziehe mich zurück und betrauere, was sich nicht ändern lässt oder ich halte den Kopf hoch und schöpfe Kraft aus den guten, positiven Dingen in meinem Leben.

Doch was sind die guten Dinge, die mir Kraft für die schweren RA-Zeiten geben? Was bereitet mir Freude? Ich habe mir eine Liste erstellt, mit Dingen, die ich unbedingt erleben, die ich sehen und auf die ich hinarbeiten möchte – egal wie aktiv meine RA ist. Inspiriert dazu hat mich das Buch „1000 Places to see before you die“. Die Liste habe ich mir an einen gut sichtbaren Platz gehängt, damit ich sie jeden Tag sehe und mir ins Gedächtnis rufe, warum ich kämpfen muss. Ziemlich weit oben auf meiner Liste stand eine Reise nach Südafrika. Ein großer Traum für mich. Es hat einige Zeit gedauert, ich habe fleißig gespart, um mir diesen Wunsch zu erfüllen. Es war so unglaublich toll, wilde Elefanten direkt vor mir in der Natur, Wale und Delphine im offenen Meer oder den unglaublichen Blick vom Tafelberg. Noch heute gibt mir diese Reise Kraft, wenn ich daran denke. Das war etwas ganz Besonderes für mich. Aber es muss auch nicht immer etwas so Großes sein.

Ich habe auch eine Pinnwand, auf der ich viele kleine Andenken an besondere Momente sammle. Da ist zum Beispiel ein Bild vom Sohn meiner Freundin, der mich zum Lachen bringt, eine besonders liebevolle Postkarte, die mich daran erinnert, dass ich wunderbare Freunde habe oder eine Einladung zum Backen von Weihnachtsplätzchen, die mich an einen sehr lustigen Nachmittag erinnert. Das waren alles Momente, die mir Kraft im Umgang mit der RA geben.

Was gibt dir Kraft?

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