Blauer Himmel mit Wolken

Rheuma & Rauchen: Mein Ausstieg

Beitrag vom 18. Januar 2015 | Bärbel

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Ich bin jetzt seit fast sechs Jahren rauchfrei und bin sehr stolz darauf. Anlässlich des neuen Jahres und der vielen guten Vorsätze wollte ich in diesem Beitrag über meinen Weg zur Nicht-Raucherin berichten. Das Aufhören war eine Herausforderung, weil ich ein Gewohnheitstier bin. Ich hatte keine körperlichen Entzugserscheinungen. Die Schwierigkeit war es, Gewohnheiten zu verändern. Im Auto habe ich mir immer zuerst eine Zigarette angezündet und dann ging es los, Nudelwasser kocht eine Zigarettenlänge – so hatte ich viele Rituale, mit denen eine Zigarette direkt verbunden war.

Ich wusste natürlich, dass Rauchen nicht gesund ist und für mich mit einer chronischen Erkrankung sicherlich nicht von Vorteil sein kann. Aber – wie Raucher so sind – habe auch ich dieses Argument ignoriert. Neue Studien zeigen, dass Rauchen eine RA (rheumatoide Arthritis) verschlimmern und sogar auslösen kann. Raucher mit RA haben zudem einen erhöhten Bedarf an Medikamenten, um Symptome zu kontrollieren. Gute Gründe aufzuhören!

Ich habe es mit dem Rauchfrei Programm geschafft. Es war ein Gruppenkurs in Begleitung eines Psychologen. In mehreren Kursstunden, telefonischer Einzelberatung und intensiver Auseinandersetzung mit dem Rauchen werden die Teilnehmer auf den Tag X vorbereitet. Mein Tag X, mein erster rauchfreier Tag, war der 18. Mai 2009. Die ersten Tage waren schwer. Ein Versprechen gegenüber meiner besten Freundin hat mich aber in diesen Tagen unterstützt. Ich habe ihr versprochen, sie anzurufen, bevor ich rückfällig werde und mir eine Zigarette anzünde. Wir würden darüber sprechen und anschließend erst dürfte ich – wenn ich es dann immer noch möchte – eine Zigarette rauchen. Das hat mir geholfen. Denn ihr gegenüber wollte ich nicht einknicken. Mein Stolz ist offensichtlich stärker ausgeprägt als meine Sucht.

Ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Die Erinnerung an die ersten rauchfreien Tage hilft mir, nicht wieder rückfällig zu werden. Es gibt aber immer wieder Momente, da würde ich gerne. Aber diese Momente werden immer seltener und sie sind auch schnell wieder weg. Und heute bin ich froh, dass ich meinem Körper nicht noch zusätzlich durch das Rauchen belaste. Wer weiß schon, wie die RA bei mir weiterverlaufen wäre, wenn ich noch Rauchen würde. Ich arbeite in den letzten Jahren verstärkt daran, meinem Körper die besten Voraussetzungen zu geben, mit der RA umzugehen. Dazu gehören neben dem Rauchen aufzugeben, auch eine gesunde Ernährung, regelmäßiger Sport und Aktivitäten, die mir Spaß machen und meiner Seel gut tun. Das hilft mir und wirkt sich insgesamt positiv auf meinen körperlichen Gesundheitszustand aus.

Kann noch jemand von seinen Erfahrungen, das Rauchen aufzuhören, berichten? Wie geht es dir seitdem?

Mehr zu den Folgen des Rauchens im Zusammenhang mit rheumatoider Arthritis gibt es hier.

Mehr Infos zum Thema „Rauchen bei Rheuma“ sind auf der Seite der Deutschen Rheuma-Liga zu finden.

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