Stimme verändert sich bei Rheuma

Rheuma kann die Stimme verändern

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Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können die Sing- und Sprechstimme beeinflussen. So hat akut etwa jeder dritte Patient Probleme mit der Stimme oder Beschwerden beim Sprechen, etwa jeder Fünfte hatte diese in der Vergangenheit. Oft hört sich der Betroffene dann heiser an. Ursache dafür zum einen ist die Bildung eines Rheumaknotens auf den Stimmlippen. Dabei handelt es sich um eine bindegewebsartige Umwandlung des Musculus vocalis, also des Muskels, der die Stimmlippen bewegt. Solche Knötchen sind meist gelblich oder weißlich verfärbt, verursachen Heiserkeit, rauen und behauchten Stimmklang, und schränken die Stimmleistung ein. Zum anderen kann aber auch Kortison die Stimme beeinträchtigen. Neben seiner entzündungshemmenden Wirkung kann es als unerwünschte Langzeitnebenwirkung auch Muskelabbau verursachen. Dieser Muskelabbau kann Auswirkungen auf die Stimmlippen haben, sodass diese nicht mehr richtig schließen. Dann klingt die Stimme heiser und behaucht, Sprechen und Singen strengen den Patienten mehr an.

Rheumabedingte Entzündungsprozesse können auch die Stellknorpel beeinflussen, also diejenigen Strukturen, die die Stimmlippen bei der Atmung auseinander- und beim Sprechen und Singen zusammenziehen. Patienten müssen sich dann erst räuspern, bevor sie einen Ton hervorbringen. Sind die Kiefergelenke betroffen, kann dies Auswirkungen darauf haben, wie deutlich sich der Patient artikulieren kann.

Einfachstes Stimmtraining: Singen! Aber nicht zu laut, da dies die Stimme belastet. Singen ist zudem gut für das Immunsystem und die psychische Gesundheit. In sehr schweren Fällen – zum Beispiel bei Patienten, deren Stimme bereits nach fünf bis zehn Minuten Sprechen erschöpft ist – kann eventuell eine Operation nötig sein.

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