Teilversteifung bei Rheuma in der Hand

Rheuma in der Hand: Mein Heilungsprozess

Beitrag vom 20. Mai 2016 | Bärbel

Blog
Rheumatoide Arthritis

Tag 166 nach OP (Teilversteifung linkes Handgelenk und Daumengrundgelenk): Schon seit ein paar Wochen trage ich keine Schiene und keine Bandage mehr – zuerst nachts, dann tagsüber. In kleinen Schritten wird meine Hand belastbarer. An den ersten Tagen ohne Schiene war es mir noch nicht möglich eine Kaffeetasse, noch nicht einmal eine leere zu halten. Heute geht es wieder. Aber ich spüre noch immer die Belastung. Das sollte aber in den nächsten Wochen noch besser werden. Das sagt zumindest meine Physiotherapeutin. Es sei alles planmäßig. Bis alles verheilt ist, werde es noch einige Wochen dauern. Insgesamt müssen wohl 6 bis 12 Monate nach der Operation (OP) vergehen. Erst dann wird gar nichts mehr zu spüren sein. Na, wir werden sehen. Ich werde weiter berichten.

Sorge unbegründet: Im Alltag nur Mini-Einschränkungen

Wie stark ich im Alltag durch die Versteifung eingeschränkt sein würde, machte mir vor der OP sehr große Sorgen. Was wird mit der Hand dann nicht mehr möglich sein? Oh, ich habe viel darüber nachgedacht. Seit nun bestimmt zwei Monaten habe ich die Hand wieder im Einsatz und bisher ist mir erst eine Sache aufgefallen, die nicht machbar ist: ich kann mit der versteiften Hand nicht den Ausschalter meiner Kaffeemaschine betätigen. Der liegt auf der Rückseite, hinten links und wenn ich versuche mit der Hand um die Ecke zu greifen, geht das nicht. Aber ich habe ja noch eine rechte, funktionierende Hand. Alles andere geht. Da habe ich mir doch so viele Gedanken dazu gemacht – so unnötig!

Meine Narbenbehandlung: Narbenmobilisation und Cremes

Noch immer stört mich die große Narbe auf dem Handrücken. Um die Haut elastisch zu halten und für eine gute Durchblutung zu sorgen, macht meine Physiotherapeutin (immer noch) regelmäßig eine sogenannte Narbenmobilisation. Gerade am Anfang als die Narbe noch frisch war, war das nicht so angenehm. Es fühlte sich komisch an, nicht richtig schmerzhaft, aber unangenehm. Das hat stark nachgelassen.

Ich habe auch immer gut gecremt und mehrfach am Tag die Narbe mit Öl massiert. Eine spezielle Narbencreme habe ich nicht genutzt. Inzwischen benutze ich aber nur noch normale Handcreme. Keine Sonderbehandlung mehr.

Mein Zwischenfazit an Tag 166:

  1. Schmerzen viel, viel geringer
  2. Kraft und Funktionalität gut
  3. Narbe sollte noch verblassen und sich angenehmer anfühlen

Wer hat auch Erfahrung mit einer Teilversteifung, Vollversteifung oder dem Einsatz eines künstlichen Gelenks bei rheumatoider Arthritis und möchte darüber berichten? Hat es sich gelohnt? Wie lange hat es gedauert bis alles verheilt war?

  • 2+
mal gelesen

Schreibe einen Kommentar