Sprunggelenk

RSO-Behandlung meines rheumatischen Fußes

Beitrag vom 25. März 2016 | Heidi

Blog
Rheumatoide Arthritis

Gast-Beitrag von Heidi: Wenn du mit rheumatoider Arthritis (RA) lebst, kennst du das bestimmt auch. Du gehst abends ins Bett und alles ist noch in Ordnung. Am nächsten Morgen stehst du auf und irgendetwas tut weh und zwar mehr als sonst. Bei mir war es das rechte Sprunggelenk. Es wollte nicht aufhören, weh zu tun. Die Schmerzen waren jeden Morgen wieder gleich schlimm und das Gelenk wollte sich auch mit Schmerztabletten über den Tag nicht richtig beruhigen. Das ganze ging ungefähr drei Wochen, dann hatte ich sowieso meinen regulären Termin bei meiner Rheumatologin.

Sie machte gleich einen Ultraschall meines entzündeten Sprunggelenkes. Ihr Vorschlag war eine Radiosynoviorthese (RSO) und sie stellte mir gleich eine Überweisung aus. Ich hatte schon zweimal eine RSO an anderen Gelenken, die vom Rheuma betroffen sind, machen lassen und gute Erfahrungen damit gemacht.

Also rief ich gleich bei der nuklearmedizinischen Praxis an, bei der ich schon mal war und machte einen Termin aus. Erst wurde eine Skelettszintigrafie gemacht. An Hand des Befunds kann der Nuklearmediziner ermitteln, wie stark die Entzündung in einzelnen rheumatischen Gelenken ist. Er entscheidet dann, ob und für welches Gelenk eine RSO in Frage kommt. Das Ergebnis kannst du im nebenstehenden Bild sehen.

So war es dann auch und ich bekam glücklicherweise schon 2 1/2 Wochen später einen Termin. Weil das Gelenk mehrere Tage nicht belastet werden darf, organisierte ich mir Krücken und die Rückfahrt nach Hause. Dann kam der Tag. Die Arzthelferin erwartete mich schon und ich legte mich auf die Untersuchungsliege. Nun brachte der Arzt das Gelenk in die richtige Position und los ging es. Das ganze dauerte nur einen kurzen Moment. Es war zwar unangenehm, aber ich würde sagen, eine Wurzelbehandlung ist schlimmer. Eine Schmerztablette hatte ich schon vorher genommen. Wie das Sprichwort sagt: Der kluge Mann baut vor.

Jetzt durfte ich die nächsten zwei Tage keine Belastung auf das Gelenk bringen und den Verband auf der Einstichstelle nicht wechseln und auch nicht nass machen. Am dritten Tag rief ich, wie vereinbart, in der Praxis an und berichtete, dass alles ok sei und sich keine Entzündungszeichen zeigten. Eine Woche nach der RSO durfte ich dann wieder ohne Krücken laufen. Und ich war beschwerdefrei. Endlich! Das war nun die dritte RSO an verschiedenen rheumatischen Gelenken. Alle drei RSO haben bei mir eine Besserung gebracht. Darüber bin ich sehr dankbar.

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1 Kommentar

  • Bärbel | |

    Ich habe gerade den Artikel von Heidi online gestellt. Ich wollte aber auch meine Erfahrung mit der RSO kurz beschreiben. Bei mir war es nämlich ganz anders. Ich habe vor Jahren am Knie auch eine RSO Behandlung machen lassen. Das Prozedere war ähnlich wie Heidi beschreibt. Aber die Wirkung war leider nicht so erfolgreich wie bei ihr. Bei mir hat es nämlich überhaupt gar nichts verändert. Auch nach Tagen war das Knie dick und schmerzhaft. Da sieht man mal wieder, dass in der Medizin nicht immer alles bei jedem gleich gut funktioniert.

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