Frau schläft im Bett

Mit Rheuma gut schlafen

Beitrag vom 2. Januar 2015 | Bärbel

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Vor einiger Zeit habe ich mir selbst ein schönes Weihnachtsgeschenk bereitet. Ich habe eine neue Matratze und einen elektrisch verstellbaren Lattenrost gekauft. Ich bin total begeistert. Meine alte Matratze war schon viele Jahre alt. Immer wieder hatte ich am Morgen – zusätzlich zu meinen Gelenkschmerzen – auch noch Rückenschmerzen. Da dachte ich, es wird Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Latexmatratze, Kaltschaummatratze oder Boxspringbett? Ich habe mich schlau gemacht, was es so gibt, Testberichte gelesen, mich in guten Fachgeschäften beraten lassen und zahlreiche Matratzen ausprobiert. Eine Matratze hatte ich sogar für 14 Tage zu Hause, da ich mir nicht ganz sicher war, ob es die Richtige für mich ist und sie war es nicht.

Bei diesem Thema gibt es kein richtig und falsch. Das zeigt auch der Filmbeitrag aus „Welt der Wunder“. Ich habe nämlich viele „gutgemeinte“ Ratschläge bekommen: „Wasserbetten sind das Beste.“ oder „Du musst unbedingt eine Taschenfederkernmatratze kaufen.“ Es gibt jedoch keine generelle Empfehlung für die beste Matratze. Es hängt von Größe, Gewicht und Schlafgewohnheiten ab, muss also individuell ausgewählt werden. Es hat eine ganze Weile gedauert, aber ich habe die für mich beste Matratze gefunden: Eine Kaltschaummatratze mit verschiedenen Schaumeinlagen. Ich habe keine Rückenschmerzen mehr und es lastet kein Druck auf meinen entzündeten Gelenken.

Zu jeder guten Matratze gehört aber auch ein guter Lattenrost. Ich habe mich für eine elektrisch verstellbare Variante entschieden. Ich kann auf Knopfdruck die Rückenlehne und das Beinteil nach oben stellen. Mir tut es gut – nach langem Sitzen am Schreibtisch – die Beine nach oben zu lagern und das ganz ohne Kraftaufwand für meine entzündeten Finger- und Handgelenke. Das ist eins der Dinge, die mir mit meiner rheumatischen Erkrankung helfen und mir den Schmerz ein kleinwenig erträglicher machen.

Und noch etwas habe ich verändert, um mein Bett zu einem „rheumafreundlichen“ Bett zu machen. Ich habe mir auch einen neuen Bettrahmen gekauft, der eine Bettkantenhöhe hat, die mir das Aufstehen erleichtert. Früher hatte ich ein Bett, aus dem ich kaum ohne Hilfe aufstehen konnte, denn meine beiden Knie sind auch von der rheumatoiden Arthritis (RA) betroffen. Wenn sie entzündet sind, schaffe ich es nur mit großer Mühe von einem niedrigen Sitz aufzustehen. Ich habe mich dann an der Heizung festgekrallt und hoch gezogen. Jetzt hat mein Bett eine Bettkantenhöhe, aus der ich ganz einfach ohne Hilfe aufstehen kann. Ein paar Zentimeter machen da schon einen großen Unterschied.

Für die Schubphasen habe ich außerdem viele, verschiedene Kissen zur Lagerung in meinem Bett: Seitenschläferkissen, Latexkissen, kleines und großes Daunenkissen und Kissen mit Kamelflaumhaar. So kann ich mich optimal betten und meine entzündeten Gelenke entspannen. Ich schlafe seitdem deutlich besser. Was machst du, um gut zu schlafen? Hast du einen Tipp, den du teilen möchtest?

Mehr zum Thema „Rheuma und Schlaf“ kannst Du bei der Rheuma-Liga lesen.

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