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Meine Eindrücke vom DGRh-Kongress und Patiententag 2016

Beitrag vom 13. September 2016 | Bärbel

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Jedes Jahr im September treffen sich die Rheumatologen auf dem DGRh-Kongress (Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie). Dort werden neue wissenschaftliche Studien auf dem Gebiet der Rheumatologie vorgestellt und diskutiert. An den Kongress schließt sich auch immer ein Patiententag mit einer Reihe von Vorträgen an. Ich hatte die Möglichkeit sowohl am Kongress als auch am Patiententag teilzunehmen.

DGRh-Kongress: Neues zu physikalischer Therapie, Operationen und Schwangerschaft

Es gab eine Vielzahl von spannenden Themen, die auch für unsere Behandlung von Bedeutung sind. Nachfolgend meine Highlights:

  • „Harte Arbeit statt Wellness“: Professor Dr. med. Uwe Lange, Bad Nauheim, zeigte, dass RA-Patienten profitieren, wenn die medikamentöse Therapie durch eine physikalische Therapie (u.a. Krankengymnastik, Sport sowie Wärme- und Kältebehandlungen) begleitet wird. Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und besserer Beweglichkeit sind die positiven Folgen.
    Was heißt das für mich? Auch wenn es mir manchmal schwer fällt, sollte ich regelmäßig zum Sport und zur Krankengymnastik gehen.
  • „Das schwer zerstörte Gelenk“ Professor Dr. med. Stefan Rehart, Frankfurt am Main, erläuterte, dass in späten Krankheitsstadien Prothesenimplantationen und Gelenkversteifungen RA-Patienten helfen können, den Alltag wieder schmerzfrei zu meistern. Je früher der RA-Patient beim orthopädischen Rheumatologen vorstellig wird, umso besser.
    Was heißt das für mich? Ich muss wohl über die nächste Operation an den Fingern meiner rechten Hand nachdenken.
  • „Rheuma und Familienplanung“
    Privatdozentin Dr. med. Rebecca Fischer-Betz, Düsseldorf wies darauf hin, dass für Frauen mit RA und Kinderwunsch die Beratung und die Planung einer Schwangerschaft von großer Bedeutung sind. Ein wichtiger Aspekt stellt die medikamentöse Therapie dar, die an die Zeit vor, in und nach der Schwangerschaft angepasst werden muss.
    Was heißt das für mich? Besteht ein Kinderwunsch sollte frühzeitig eine Spezialistin wie Frau Dr. Fischer-Betz kontaktiert werden.

Patiententag „Zukunft gestalten“

Diese Veranstaltung  wird von der Selbsthilfevereinigung, der Deutschen Rheuma-Liga e.V. ausgerichtet. In diesem Jahr nahmen fast 500 Menschen mit unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen teil. Eine gute Gelegenheit mehr über die eigene Erkrankung zu erfahren, aber auch um mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Ähnlich wie auf dem Kongress gab es auch hier Vorträge. Besonders interessant für mich persönlich war der Vortrag von Dr. med. Rieke H. E. Alten, Berlin, über „Neue Therapieansätze bei Rheuma“. Sie zeigte, woran Pharmaunternehmen im Moment arbeiten und welche neuen Medikamente in naher Zukunft verfügbar sein werden. Es wird viel geforscht und es werden schon bald weitere Medikamente für die Behandlung einer RA erhältlich sein. Das macht mir Hoffnung für den Fall, dass ich irgendwann ein neues Medikament benötige. Ich glaube fest daran, dass sich in den nächsten Jahren die Therapie der RA weiter verbessern wird oder vielleicht sogar irgendwann die RA geheilt werden kann. Was denkst Du dazu?

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