Weltkugel

Urlaubsplanung mit Rheuma

Leben mit Rheuma

Dem Alltag entfliehen, am Strand die Seele baumeln lassen oder in den Bergen die Höhenluft einatmen: Einfach mal Urlaub machen ist wichtig für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Auch für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sind Reisen in der Regel kein Problem mehr. Die heute verfügbaren Therapien ermöglichen oft einen größeren Aktivitätsspielraum und damit auch vielfältige und längere Reisen. Vorausgesetzt, die Urlaubsreise ist gut geplant.

Bei der Wahl des Reiseziels können neben den persönlichen Vorlieben auch die klimatischen Bedingungen eine Rolle spielen. Erfahrungsgemäß vertragen die meisten Rheumapatienten eine stabile Wetterlage und ein warmes, trockenes Klima am besten. Ständiges wechselndes Wetter, Reizklima oder extreme Temperaturen sind meist weniger gut geeignet. Auch die hygienischen Bedingungen, das Infektionsrisiko und die medizinische Versorgung vor Ort sollten berücksichtigt werden. Vor allem Durchfallerkrankungen können bei der Einnahme von Basismedikamenten oder Kortison zu einem ernsten Problem werden. Genauso wichtig: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, welche Impfungen für Ihr geplantes Reiseziel nötig sind.

Medikamente auf Vorrat

Fragen Sie ihn auch nach einem ausreichenden Vorrat an Medikamenten, die Sie regelmäßig, also auch während Ihrer Reise, einnehmen müssen. Es ist ratsam, etwa das Anderthalb- bis Zweifache des erwarteten Bedarfs mitzunehmen. Und zwar so, dass man immer gut an sie drankommt, also im Handgepäck. Bei Flugreisen ist dann ein ärztliches Attest über die medizinische Notwendigkeit der Präparate erforderlich. Die Fluggesellschaft sollte mindestens zwei Wochen vor Antritt der Reise über die Mitnahme von Spritzen informiert werden. Da einige Rheumamedikamente gekühlt dauerhaft werden müssen, müssen diese in Kühltaschen transportiert werden. Vor Beginn einer Flugreise sollten diese beim Bordpersonal abgegeben werden – mit der Bitte, sie im Kühlschrank zu lagern.

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