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Ausgewogen, abwechslungsreich und lecker

Leben mit Rheuma

Unsere Ernährung hat Einfluss auf unser Wohlbefinden. Und über kaum ein anderes Thema wird – nicht nur unter Menschen, die chronisch krank sind – so viel diskutiert, wie über das vermeintlich richtige Essen und Trinken. Schließlich können wir unsere Ernährungsweise und Lebensmittel selbst bestimmen.

Fakt ist: Es gibt weder eine spezielle Rheuma-Diät noch wissenschaftliche Beweise dafür, dass eine bestimmte Ernährung rheumatische Beschwerden verbessern oder gar heilen und Rheuma-Medikamente ersetzen kann. Vielmehr empfehlen Ärzte bei der vielen rheumatischen Erkrankungen eine ausgewogene und gesunde Ernährung, allen voran die sogenannte Mittelmeerkost mit viel frischem Obst und Gemüse. Achten Sie hier am besten auf Sorten mit einem hohen Anteil an Vitamin C (in Brokkoli, Fenchel, Paprika, Grünkohl, Rosenkohl, schwarzen Johannisbeeren, Papaya, Erdbeeren, Mango) und Vitamin E (in Avocado, schwarzen Johannisbeeren, Paprika, Süßkartoffeln, Schwarzwurzeln, Mandeln, Haselnüsse sowie in pflanzlichen Ölen wie Raps-, Soja-, Lein- und Walnussöl).

Auch fettreiche Fischsorten wie Hering, Makrele, Lachs, Sardine oder Heilbutt sollten häufiger auf Ihrem Speiseplan stehen. Sie enthalten neben Vitamin E auch die wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungsprozesse im Körper hemmen können.

Dagegen sind Nahrungsmittel tierischer Herkunft, vor allem Fleisch und Wurstwaren sowie Milch und Milchprodukte, für Menschen mit Rheuma weniger zu empfehlen. Aus der darin enthaltenen Arachidonsäure produziert der Körper entzündungsfördernde Botenstoffe, die rheumatische Beschwerden verstärken können.

Daher ist Folgendes zu empfehlen:

  • Minimieren Sie den Fleischkonsum: maximal zwei kleine Fleischmahlzeiten pro Woche sind optimal.
  • Verzichten Sie möglichst auf Eier.
  • Verwenden Sie fettreduzierte Milchprodukte.

Für starke Knochen

Milch, Käse, Joghurt oder Quark sollten Sie aber nicht komplett aus dem Kühlschrank streichen, da sie das knochenstärkende Kalzium enthalten. Dieser Mineralstoff hilft, einer Osteoporose vorzubeugen. Dies ist besonders wichtig für Patienten, die dauerhaft Kortison einnehmen. Wichtig für gesunde Knochen ist außerdem das Vitamin D, das der Körper durch den Einfluss von Sonnenlicht selber bildet. Schon 15 Minuten Sonne am Tag – mit unbedeckten Armen und Beinen – reichen hier aus. Wenn Sie dies nicht regelmäßig schaffen, was gerade im Winter für viele eine Herausforderung darstellt, können Sie Ihren Arzt auch auf ein Vitaminpräparat ansprechen.

Welches ist Ihr Lieblingsrezept?

Ein traditioneller Braten, ein deftiger Auflauf, eine raffinierte Pastakreation, ein leichtes Fischgericht oder vielleicht doch lieber etwas aus der Kategorie „süß und lecker“ – wovon können Sie eigentlich gar nicht genug bekommen? Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept und schicken Sie es an info@rheumahelden.de. Die besten Rezepte veröffentlichen wir in loser Reihenfolge auf www.rheumahelden.de

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