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In Bewegung bleiben

Lifestyle

Regelmäßige Bewegung ist wichtig. Das gilt auch für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen wie der Rheumatoiden Arthritis oder einer ANCA-assoziierten Vaskulitis. Denn: So viel Bewegung wie möglich im Alltag und dazu vielleicht noch eine passende Sportart helfen dabei, die Gelenke beweglich zu halten und aktiv zu bleiben.

Und auch wenn Ihnen aufgrund von Schmerzen nicht immer leicht fällt, sich zu motivieren: Selbst nach einer kurzen Trainingseinheit werden Sie vermutlich merken, dass Sie sich besser fühlen.

Denn Bewegung und Sport können:

  • die Gelenkfunktionen fördern.
  • den Krankheitsverlauf verzögern.
  • das Immunsystem stärken.
  • schmerzlindernd wirken.
  • dem Knochenschwund (= Osteoporose) vorbeugen.
  • die Herz-Kreislauf-Funktion verbessern.
  • Übergewicht abbauen.
  • den Schlaf verbessern.
  • Stresshormone abbauen.

Ideal sind  hierfür Ausdauersportarten mit langsamen und fließenden Bewegungsabläufen wie Schwimmen, Radfahren, Yoga, Pilates, Skilanglauf, Tanzen oder (Nordic) Walking. Bei der Trainingsdosis gilt: Lieber regelmäßig und mäßig (2-3mal pro Woche) als nur ab und zu und dafür dann intensiv.

Weniger geeignet sind in der Regel Sportarten mit ruckartigen Bewegungen, Stößen, Schlägen, großem Kraftaufwand oder hoher Verletzungsgefahr– also Fußball, Handball, Tennis oder Kampfsport. Aber nichts ist unmöglich. Besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Rheumatologen, was für Sie persönlich möglich ist bzw. wie Sie Ihre Lieblingssportart trotz der rheumatischen Erkrankung ausüben können. Oft haben hier auch Physio- oder Ergotherapeuten gute Tipps und Tricks.

Wichtig: Während eines Schubs ist Sport zunächst nicht empfehlenswert. Dennoch sollten Sie Ihre Gelenke auch nicht ruhig halten. Leichte Bewegungsübungen – ausgeübt ohne Kraft und Belastung auf den Gelenken – helfen dabei, Entzündungsstoffe ab- und Nährstoffe hinzutransportieren. Hier kann Ihnen der Physiotherapeut geeignete Übungen zeigen.

Eine kleine Auszeit

Ob Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Qigong: Entspannungsmethoden können helfen mit den Beschwerden einer chronisch-rheumatischen Erkrankung wie der Rheumatoiden Arthritis oder der ANCA-assoziierten Vaskulitis besser umzugehen.

Denn eine solche Erkrankung bedeutet immer auch Stress für Körper und Seele. Da sind auf der einen Seite die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen, die einem zu schaffen machen. Und da ist auf der anderen Seite der ohnehin schon turbulente Alltag, den es zu bewältigen gilt. Hinzu kommen häufig die vielen Fragen, die einem durch den Kopf gehen. Oft ist es dann schwierig, abzuschalten und neue Kraft zu tanken.

Hier setzen Entspannungsmethoden an. Schon 20 Minuten aktives Entspannen am Tag hilft, Stresshormone abzubauen und so Herzrasen, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen oder Schlafstörungen vorzubeugen.

Ein weiterer positiver Effekt: Mit gezielter Entspannung lässt sich der Schmerzkreislauf ein wenig abmildern. Denn schmerzende Gelenke, Muskeln und Sehnen lösen häufig Verspannungen aus, die die Schmerzen weiter verstärken. Entspannungsmethoden können dabei helfen, diese Verspannungen zu lösen. Und in gewissem Maß kann Entspannung dazu beitragen, das sogenannte Schmerzgedächtnis zu löschen. Dieses entsteht, wenn man lange an gleichbleibenden Schmerzen leidet. Das Nervensystem meldet diesen auch dann, wenn eigentlich gar kein Anlass dazu besteht. Es erinnert sich also an den Schmerz. Diese Erinnerung wird durch Entspannungstechniken gestoppt.

In jedem Fall aber schulen Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Atemtherapie, Qigong oder bestimmte Übungen aus dem Yoga die Körperwahrnehmung, machen belastbarer und helfen langfristig, dem Stress gelassener entgegenzutreten.

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