Coolpack auf dem Tisch

Wie ich meine Gelenke kühle

Beitrag vom 28. März 2015 | Bärbel

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Ich habe schon so manches ausprobiert, um meine entzündeten Gelenke zu kühlen. In meinem letzten Beitrag habe ich bereits über die Kältekammer berichtet. Zuhause habe ich Raps, Salz und Coolpacks, die ich nutze seit ich die Diagnose rheumatoide Arthritis (RA) habe. Welche Art der Kühlung wendest du an? Schreib doch hier darüber und helfe anderen RA-Patienten mit deinen Erfahrungen.

Raps, Salz, Erbsen, Linsen oder Bohnen setze ich ein bzw. habe ich schon mal eingesetzt, um meine Rheuma-Gelenke zu kühlen. Rapssamen gibt es im Reformhaus. Es sind kleine schwarze Kügelchen, die aufgrund ihres Ölgehalts auch noch gut für die Haut sind. Die Rapssamen gebe ich in eine Schale und stelle sie über Nacht entweder in den Kühlschrank oder wenn ich sie schneller kalt haben möchte, stelle ich sie für ein paar Stunden in den Gefrierschrank. Dann lege ich meine Hände hinein und bewege meine entzündeten Fingergelenke in den kalten Rapssamen. Das mache ich so circa 20 Minuten und dann stelle ich die Schüssel wieder in den Kühlschrank. Je nach Schweregrad der Entzündung mache ich das Rapsbad mehrfach am Tag. Mir tut die Kühle an meinen warmen, entzündeten Gelenken sehr gut. Danach kann ich meine Finger besser bewegen und die Schmerzen sind nicht mehr ganz so stark. Die Rapssamen eigenen sich auch gut für die Zehen-, Fuß- und Ellenbogengelenke. Alternativ geht es auch mit Salzgranulat aus dem Baumarkt. Da sind die Kügelchen etwas größer. Es funktioniert auch sehr gut mit getrockneten Erbsen, Linsen oder Bohnen.

Mit Quark und Alkohol gegen Rheumaschmerzen

Für Hüfte, Knie oder Schulter ist diese Methode nicht so gut anwendbar. Hier bieten sich eher Alkohol- bzw. Quarkwickel an. Den Alkohol, genauer Isoprophylalkohol, gibt es in der Apotheke. Er wird mit Wasser zu gleichen Teilen verdünnt und dann ein Geschirrtuch damit getränkt. Das wird dann um das entzündete Gelenke gewickelt, ein trockenes Handtuch darum und das Ganze bleibt dann circa 20 Minuten auf dem Gelenk. Ähnlich funktioniert auch der Quarkwickel, der zudem auch noch entzündungshemmend wirken soll. In diesem Fall schmierst du den Quark direkt auf das entzündete Gelenk und machst dann ein Handtuch darum. Für mich persönlich sind beide Methoden nicht so praktikabel. Aber das ist Geschmackssache. Ich mag es nicht, da der Alkohol riecht und der Quark auf der Haut klebt.

Coolpack: Schnell, sauber und einfach

Neben Rapssamen und Salzgranulat nehme ich am liebsten ein Coolpack. Das gibt es in der Apotheke. Ich habe mir aus einem alten Bettlaken einen „Beutel“ genäht, damit das Coolpack nicht direkt auf der Haut liegt. Das lege ich für circa 10-20 Minuten auf die entzündeten Bereiche. Das tut gut und lindert den Rheumaschmerz. Es liegt bei mir immer im Gefrierschrank und nimmt nicht viel Platz weg, ist an allen Gelenken anwendbar und macht keinen Dreck.
Was wendest du am liebsten zur Kühlung an, wenn deine Gelenke aufgrund der rheumatoiden Arthritis entzündet sind?

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