Freeletics -Trendsport auch bei Rheuma - Mann zieht sich seine Joggingschuhe an - Rheumahelden

Freeletics – Trendsport auch bei Rheuma?

Freeletics mit Rheuma – geht das überhaupt? Und was genau ist eigentlich Freeletics? Bestimmt sind auch Ihnen beim Spaziergang im Park schon einmal Menschen aufgefallen, die vom Liegestütz in die Höhe springen oder zusammen mit anderen eine Serie von Kniebeugen absolvieren. Vielleicht sind es Freeletics -Sportler, denn sie trainieren nur mit ihrem eigenen Körpergewicht. Ist dieser Trendsport auch bei Rheuma geeignet?

Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht

Der Begriff „Freeletics“ setzt sich zusammen aus „free“ (frei) und „athletics“ (Leichtathletik). Die Gründer von Freeletics entwickelten 2013 eine App, mit der sich jeder selbst sportlich in Bestform bringen kann. Die Bezeichnung Freeletics meint demnach die Sportler selbst. Denn das Trainingsprinzip mit Übungen für den ganzen Körper beruht darauf, dass man sich anhand einer bestimmten Übungsabfolge und kontinuierlichen Wiederholungen fit macht. Die meist sehr intensiven Übungen gibt der digitale „Coach“ auf dem Handy vor. Sie reichen von den sogenannten „Burpees“ (Liegestützhochsprung) über „Squats“ (Kniebeugen) bis hin zu „Pull Ups“ (Klimmzüge). Eine Einheit dauert in der Regel zwischen 15 und 45 Minuten und sollte mehrmals in der Woche wiederholt werden.

Natürlich lassen sich solche Übungen auch ohne die entsprechende App ausführen. Das Ziel ist, die Muskulatur zu kräftigen, die Ausdauer zu trainieren und dafür lediglich das eigene Körpergewicht zu nutzen. Ob für Sie ein Freeletics-Training infrage kommt, hängt von ihrem Gesundheitszustand und eventuellen Einschränkungen ab. Besprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder einem Physiotherapeuten, welche Übungen für Sie geeignet sind oder welche Sie besser vermeiden sollten.

Sport immer und überall

Aufwendige Sportgeräte, eine teure Ausrüstung oder den Gang ins Fitnessstudio braucht es bei Freeletics nicht. Somit lässt sich das Training leicht in den Alltag integrieren. Egal, ob zu Hause oder auf Reisen – einen kleinen Bereich für eine Trainingsmatte oder einen nahegelegenen Park (vielleicht sogar mit einer Klimmzugstange) gibt es überall. Außerdem verstehen sich viele Freeletics als Teil einer Community. Sie trainieren zusammen oder teilen über die sozialen Netzwerke ihre Trainingserfolge. Das stärkt das Durchhaltevermögen und schwächt den inneren Schweinehund. Es ist vielleicht vor allem dieser Zusammenhalt und das gegenseitige Motivieren, nicht aufzugeben, der aus einer Sportart vielmehr eine Sportlergemeinde macht. Weltweit gibt es inzwischen über 14 Millionen registrierte Nutzer.

Alternative Trainingsmethoden für draußen

Wer den Vorsatz gefasst hat, sich öfter an der frischen Luft zu bewegen, hat zahlreiche Optionen. Manche Menschen mit Rheuma trainieren für den nächsten Marathon, die anderen freuen sich, wenn sie mit ihrem Hund spazieren gehen. Gerade bei Rheuma ist es wichtig, die für sich passende Form der Bewegung zu finden. Radfahren entlastet die Gelenke mehr als Joggen oder Ballsportarten. Auch dynamische Bewegungsformen wie Schwimmen oder Rudern stärken das körperliche Wohlbefinden und schaffen einen Ausgleich. Bleiben Sie neugierig für Neues, auch in puncto Bewegung. Vielleicht entdecken Sie ebenfalls den Freeletics-Trend für sich; vielleicht fühlen Sie sich aber auch in einer Walking-Gruppe wohler.