Früherkennung rheumatischer Erkrankungen

EULAR-Kampagne zur Früherkennung rheumatischer Erkrankungen

Aktuelles

„Do not Delay, Connect Today“ – „Zögere nicht, vernetze Dich heute”: Unter diesem Motto fordert die European League Against Rheumatism (EULAR) mehr Aufmerksamkeit für rheumatische Erkrankungen.  Ziel der Kampagne ist es, ein  Bewusstsein für die Bedeutung der Früherkennung bei der Vermeidung von weiteren Schäden für Menschen mit rheumatischen und muskuloskeletalen Erkrankungen (RMEs) zu wecken. Außerdem sollen Patienten Zugang zu einer Behandlung erhalten, die sich auf aktuelle Studien stützt. Gerade Patienten mit einer RME erhalten oftmals erst spät oder gar keine Diagnose.

Früherkennung rheumatischer Erkrankungen ist entscheidend für die Therapie

Ein rascher Therapiebeginn bei RMEs ist unbedingt notwendig. Trotzdem ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Früherkennung in der Öffentlichkeit sehr eingeschränkt. Dies zeigte auch eine britische Studie : Die daran teilnehmenden Patienten erkannten kaum typische Symptome einer Rheumatoiden Arthritis. Nur wenige der Befragten hätten aufgrund der Symptome einen Arzt aufgesucht. Dies deckt sich auch mit den Erkenntnissen, auf denen die EULAR-Kampagne beruht.

Eine aktuelle Studie zeigt zudem, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis der frühe Therapiebeginn entscheidend ist. Denn beginnt die Behandlung innerhalb von 12 Wochen nach Auftreten der ersten Symptome, kann der Einfluss der Krankheit auf die Gelenke minimiert werden und die Chance auf eine Remission steigt.1 Der Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Patienten ist noch deutlicher: Allein in Europa könnten rund eine Millionen Menschen trotz der Krankheit wieder arbeiten, wenn Interventionsmaßnahmen früher ergriffen werden würden.2

Die EULAR-Kampagne zur Früherkennung rheumatischer Erkrankungen soll Ärzte und Patienten gleichermaßen unterstützen. So sollen Patienten ermutigt werden, beim Verdacht auf eine RME den Arzt aufzusuchen. Ärzte hingegen erhalten Unterstützung bei der Identifikation der Erkrankungen. www.worldarthritisday.org. Ebenfalls spannend: Unter dem Hashtag #ConnectToday schildern viele Betroffene aus ganz Europa ihre Erfahrungen mit der Diagnose und der Erkrankung.

EULAR Studiengruppen – Austausch zum Wohle des Patienten

Generell werden die Interessen des Patienten innerhalb der EULAR gefördert. So zum Beispiel in Studiengruppen, in denen sich Teilnehmer des Kongresses zusammensetzen und neue Ansätze zur Verbesserung der Versorgung von Patienten diskutieren und neue Partnerschaften initiieren. Eine dieser Gruppen ist die so genannte PARE-Studiengruppe . PARE steht für „People with Arthritis and Rheumatism“. Aktuell beschäftigen sich Vertreter dieser Gruppe mit dem Thema „gemeinsame Forschung“. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten eine Stimmte in der Rheumatologie-Forschung zu geben und sie besser zu informieren. Patienten sollen mehr Einfluss bekommen auf die Forschung sowie die Förderung von Innovationen und Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

 

Quellen:

https://www.esanum.de/today/posts/do-not-delay-connect-today-eular-startet-weltweite-kampagne-zur-fruherkennung-rheumatischer-erkrankungen

1  Van der Linden M.P.M., le Cessie S., Raza K., et al. Long-Term Impact of Delay in Assessment of Patients with Early Arthritis. Arthritis & Rheumatism 62 (2010) 3537-3546.

2 Working with arthritis. Arthritis Research UK. Available at: http://www.arthritisresearchuk.org/policy-andpublic-affairs/reports-and-resources/reports/work-report.aspx.

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