Bloggerin Anna berichtet über Ihre Erfahrungen bei Ihrem Umzug

Ein erfolgreicher Umzug trotz Rheuma

Pascal und ich haben schon seit Monaten darüber nachgedacht, uns eine neue Wohnung zu suchen. Wir hatten einfach das Gefühl, dass wir uns in unserer alten Wohnung nicht mehr so richtig wohl fühlen. Kennt ihr das auch? Es war aber auch nie die richtige Wohnung dabei und so sind dann wieder vier Monate vergangen.

 

Es steht fest: wir ziehen um!

Als wir uns dann schon damit abgefunden hatten, dass es wohl doch nicht so schnell gehen würde, wie wir uns das vorstellen, hat meine Mutter beschlossen mit ihrem neuen Freund zusammenzuziehen. Meine Mutter lebt in dem Haus meiner Großeltern in der Wohnung über ihnen. Die Wohnung war aber zu klein, da der Freund meiner Mutter auch noch einen Sohn hat und für ihn dann kein Zimmer mehr da gewesen wäre. Deswegen beschloss meine Mutter auszuziehen. Direkt am gleichen Tag, an dem wir das erfahren haben, war für Pascal und mich klar, dass wir in die Wohnung einziehen wollen/werden. Es war auch vorher schon besprochen worden, dass wir das Haus in nächster Zeit kaufen würden. Ich bin da groß geworden und für mich war es immer ein Traum, irgendwann in dem Haus auch mal meine Kinder aufzuziehen.

 

Noch drei Monate bis wir in die Wohnung können

Für uns war klar, dass wir dann direkt die Wohnung sanieren würden, aber keiner von uns hätte gedacht, dass es so viel Arbeit sein würde. Fast täglich war der Stiefvater von Pascal da und hat an der Wohnung gearbeitet. Ohne ihn hätten wir das niemals in dieser Zeit geschafft. Nachdem meine Mutter ausgezogen war, haben wir erstmal alles rausgerissen. „Wir“ waren eher alle außer mir. Ich habe zwar immer wieder versucht mitzuhelfen, aber bereits nach kurzer Zeit hat mir mein Rücken einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch wenn ich mit meinem Morbus Bechterew keine schweren Arbeiten machen konnte, so habe ich mehrere leichte arbeiten übernommen, um nicht alle Arbeit unseren Helfern aufzuladen. Das ständige Bücken oder in die Knie gehen, kann ich einfach nicht mehr machen, mir tut dann direkt der Rücken weh und ich habe das Gefühl, als würde mir jemand auf meinem Rücken herumtrampeln. Stattdessen war ich für die Verpflegung zuständig. Oder wenn noch etwas aus dem Baumarkt benötigt wurde, dann habe ich es geholt. Wir hatten uns im Vorfeld schon Boden, Tapeten und Farben ausgesucht. Das Einzige was uns noch fehlte war die Küche. Ich habe schon in unserer alten Küche immer wieder gemerkt, dass die Schränke unten für mich eher unpraktisch sind. Etwas in gebückter Haltung raussuchen war immer sehr schwierig für mich. Wir waren dann im Küchenstudio und haben uns eine Küche planen lassen. Das Erste was ich gesagt habe war, dass es mir wichtig ist, dass wir im unteren Bereich nur Schubladen haben wollen. Auf Schubladen kann ich super von oben drauf schauen und muss mich nur einmal kurz bücken um das rauszuholen, was ich brauche. Und ich wollte einen Backofen auf Brusthöhe haben, damit ich ihn leichter sauber machen kann. Das habe ich dann auch alles so bekommen.

 

Der Tag des Umzugs

Endlich ist es soweit, alles ist fertig und wir ziehen um. Auch die Kisten waren bereits gepackt. Damit hatte ich schon angefangen, als klar war, dass wir umziehen würden. So packte ich immer so viel wie ich konnte und hatte keinen Zeitdruck. Auch wenn ich mir die Kisten auf einen Tisch gestellt habe, was das Packen schon um einiges vereinfacht hat, musste ich mich dennoch immer wieder bücken und strecken um alles gut zu verpacken. Und das merke ich einfach immer sofort im Rücken. Am Tag des Umzugs hatten wir ganz viel Hilfe von Freunden, die alle extra für uns an einem Samstag früh aufgestanden waren. Beim Umzug konnte ich wegen meines M. Bechterev nicht wirklich helfen, aber ich konnte die Verpflegung übernehmen. In der neuen Wohnung habe ich außerdem die Koordination der Umzugshelfer übernommen und gesagt, wo was hin soll. Wir hatten so viel Hilfe, dass am Mittag schon alles geschafft war und dann nur noch ein paar Freunde für den Aufbau geblieben sind.

Kennt ihr das, wenn man sich so auf das Ergebnis freut, dass man nicht aufhören kann dafür zu arbeiten? Genau so war es bei mir mit dem Kisten auspacken. Ich habe die halbe Nacht lang Kisten ausgepackt und den Rest dann am Sonntag erledigt. Sonntagabend war dann endlich alles fertig – nicht nur, dass alles ausgepackt war – auch ich war total fertig. Meinen Rücken habe ich noch eine Woche lang gemerkt, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Was habt ihr für Situationen schon erlebt, in denen ihr nicht aufhören konntet, obwohl ihr wusstet, dass ihr dadurch Beschwerden bekommen könnt?