Blogbeitrag von Mouni über Bewegungsmethoden trotz Rheumaschmerzen

Bewegung trotz Rheuma-Schmerzen

Einige Menschen bewegen sich gerne, andere sind eher bequem und lieben es, Couch-Potato zu spielen. Zu welcher Gruppe gehörst Du? Oder hast Du vielleicht sogar Schmerzen und vermeidest deswegen die Bewegung? Denn sich mit Schmerzen zu bewegen, ist nicht wirklich schön. Manchmal, wenn wir starke Schmerzen haben, vermeiden wir Bewegung sogar ganz. Doch Du kennst es sicher so gut wie ich: Wenn Du Rheuma hast, ist ständiges Ausruhen keine Option und die Erkrankung wird leider auch nicht besser davon. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du ständig aktiv sein musst. Dauerndes „Aktivsein“ kann nämlich die Schmerzen, das Unwohlsein und die Erschöpfung fördern. Und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Aber Rheuma ist eben keine fiebrige Erkältung oder eine Blasenentzündung, bei der es absolut wichtig ist, dass wir uns ins Bett oder mit einer warmen Decke aufs Sofa zurückziehen und uns möglichst nicht anstrengen. Grundsätzlich sind Ausruhen, Entspannen und genügend Schlaf wunderbare und einfache Mittel, um sich besser zu fühlen.

Aus meiner Erfahrung kann man Beschwerden bei chronischen Erkrankungen mit Bewegung verbessern und auch die Beweglichkeit erhalten. Bewegung kann Schmerzen lindern, weil sie Entzündungen entgegen wirkt.

 

Welche Art der Bewegung ist sinnvoll?

Das kommt auf Dich an. Was macht Dir Spaß? Wie gut kannst Du Dich im Moment bewegen und wie stark sind Deine Schmerzen?

Mit richtig starken Schmerzen, die den ganzen Körper betreffen, ist an Bewegung nicht zu denken. Du freust dich, wenn Du aus dem Bett kommst oder es schaffst ins Badezimmer oder in die Küche zu gelangen. Und das muss erst einmal reichen. Diese Phase hatte ich in der Anfangszeit meiner Erkrankung. Trotzdem habe ich mich bewegt, weil es mir einfach ein Bedürfnis war. Aber moderat und ziemlich langsam. Ich bin einkaufen gegangen. Danach war ich echt erledigt, aber ich war draußen. Richtig Sport konnte ich in der Zeit nicht machen. Auch Fahrrad fahren war nicht möglich.

Im Laufe der Zeit wurden die Schmerzen durch meine Therapien deutlich weniger und ich konnte auch wieder Fahrrad fahren.

In dieser Phase habe ich mit einem bestimmten Körpertraining angefangen, bei dem der ganze Körper angesprochen wird. Es nennt sich ARICA Training, basiert auf Yoga- und Atemtechniken und ist eine sehr dynamische Bewegungsabfolge. Wenn Du einmal weißt, wie es geht, dauert eine Einheit im Höchstfall 20 Minuten. Es führt zu einem tollen Körpergefühl: Du bist beweglicher, das Lungenvolumen erweitert sich und Du kannst besser atmen und  Verspannungen lösen sich.

Wenn Du Dich im Moment nicht so gut bewegen kannst, lass es ruhiger angehen. Spazieren gehen in der Natur, angenehme Warmwassergymnastik, sanfte Yogaübungen, Tanzen oder Fahrrad fahren. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich zu bewegen, ohne dass Du Dich verausgaben musst.

Bewegung hat sich bei mir als eine gute Medizin bei rheumatischen Erkrankungen herausgestellt.