Berufseinstieg mit Rheuma

Berufseinstieg mit Rheuma: Den richtigen Job finden

Im Job
Rheumatoide Arthritis
Juvenile idiopathische Arthritis

Welcher Beruf passt am besten zu mir? Diese Frage stellen sich viele Schulabgänger. Gerade für Menschen mit Rheumatoider Arthritis gestaltet sich die Entscheidung für einen Beruf nicht einfach.  Denn eines steht fest: Den einen Idealberuf für Rheumapatienten gibt es nicht. Deshalb muss jeder Einzelne die unterschiedlichen Möglichkeiten für sich ausloten. Ist der richtige Job erst einmal gefunden, gelingt auch der Berufseinstieg mit Rheuma.

Berufswahl und Rheuma

Bei der Berufswahl gilt es, Verschiedenes zu bedenken. Dabei stellen die Interessen und Stärken des Einzelnen ein wichtiges Kriterium dar. Eine zentrale Frage lautet: Was macht mir so viel Spaß, dass ich mich damit jeden Tag beschäftigen möchte? Möchte ich gerne mit anderen zusammenarbeiten oder lieber alleine? Kommt ein Wohnortwechsel für mich in Betracht? Außerdem sollten sich Rheumapatienten im Klaren darüber sein, in wieweit der angestrebte Beruf mit der gesundheitlichen Situation zu vereinbaren ist: nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft. Wie sieht es aus, wenn die Erkrankung weiter fortschreitet? Kann ich in diesem Fall immer noch meinen Traumberuf ausüben? Weiterhin sollte man prüfen, ob man für den ausgewählten Beruf den richtigen Schulabschluss mitbringt.

Gut informiert für einen einfachen Berufseinstieg mit Rheuma

Um herauszufinden, welche Möglichkeiten es gibt, sollte man sich gut informieren –  zum Beispiel im Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit. Seine Berater unterstützen Berufseinsteiger mit Informationen über einzelne Berufsfelder, aber auch konkrete Berufe. Auch auf Job- und Ausbildungsmessen kann man mehr über einen Beruf und eventuelle Entwicklungsmöglichkeiten erfahren. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass man sich direkt mit den Unternehmen austauschen und gezielt Fragen stellen kann. So können sich die Interessenten einen Einblick in die Praxis des jeweiligen Betriebes verschaffen. Zu diesem Zweck bieten zahlreiche Unternehmen auch einen Tag der offenen Tür an. Dabei können erste Kontakte geknüpft und mögliche Ansprechpartner kennengelernt werden.

Flexibel sein und Alternativlösungen suchen

Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit sind positive Eigenschaften. Durch ihre Erkrankung sind viele Rheumapatienten dazu gezwungen, diese zu entwickeln. Doch manchmal ist auch ein bisschen Flexibilität gefragt. Beispielsweise wenn der Traumberuf nicht mit dem eigenen Gesundheitszustand harmoniert. In diesem Fall hilft es, nach Alternativlösungen in der gleichen Branche zu suchen und auch diese in Erwägung zu ziehen. Auch ein Praktikum kann die Augen für weitere Optionen öffnen. So lässt sich einfach feststellen, wie der Berufsalltag aussieht und ob man den Belastungen trotz Rheuma gewachsen ist.

Spezielle Beratungsangebote nutzen

Rheumapatienten mit einem Schwerbehindertenausweis können von der Reha-Berufsberatung profitieren. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Angebot der Agentur für Arbeit. Dies kann den Berufseinstieg mit Rheuma erleichtern. Der Reha-Berater unterstützt nicht nur bei der Berufswahl, sondern auch beim Finden eines Ausbildungsplatzes. Außerdem gewährt die Bundesagentur für Arbeit schwerbehinderten Berufseinsteigern weitere Ausbildungshilfen. Dazu zählen beispielsweise eine Förderung für den Ausbildungsbetrieb, eine behindertengerechte Ausstattung des  Ausbildungsplatzes oder Berufsfindungsmaßnahmen. Außerdem übernimmt der Staat die Kosten für berufsvorbereitendende oder Förderlehrgänge. Achtung: Alle Ausbildungshilfen müssen vor der Anschaffung  bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden.

Rheuma – ein Thema im Bewerbungsgespräch?

Viele Bewerber mit einer chronischen Krankheit wie Rheuma fragen sich, ob man die Erkrankung im Vorstellungsgespräch erwähnen sollte. Generell gilt, dass die Erkrankung nur thematisiert werden muss, wenn diese das Ausüben der beruflichen Tätigkeit einschränken könnte. Aber es kann helfen, offen mit dem Thema umzugehen und den Arbeitgeber über seinen Gesundheitszustand zu informieren. Auf Dauer kann es zur Belastung werden, sein Rheuma zu verheimlichen.

Tipps für den Berufseinstieg mit Rheuma:

  • Frühzeitig planen – am besten ein bis zwei Jahre vor dem Schulabschluss.
  • Sich seiner Stärken bewusst machen.
  • Körperliche Einschränkungen realistisch einschätzen.
  • Informationsangebote der Arbeitsagentur oder Jobmessen nutzen.
  • Persönlich beraten lassen – bei schwereren Beeinträchtigungen durch Rheuma bei einem einen Reha-Berater.
  • Ein Praktikum absolvieren.
  • Fehlerfreie Bewerbungsunterlagen erstellen.
  • Informationen über das Unternehmen und das Vorstellungsgespräch sammeln.
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