Schwerbehindertenausweis

Mein Antrag auf Schwerbehinderung

Beitrag vom 5. September 2015 | Bärbel

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Im Job

Ich habe einen GdB (Grad der Behinderung) von 60 und bin somit schwerbehindert. Trotz meiner Probleme mit der Schwerbehinderung – ich habe davon berichtet, – wollte ich doch irgendwann den „Ausgleich“, den mir der Staat ermöglicht. Schließlich kostet mich die rheumatoide Arthritis (RA) so einiges. Es ist nicht nur das Geld, es sind auch Kraft, Zeit und Mut. Ich bin sehr froh, in einem Land leben zu dürfen, in dem der Staat Hilfen für Menschen mit Einschränkungen zur Verfügung stellt. Warum die Hilfe dann nicht auch annehmen? Aber um die Unterstützung zu bekommen, bedarf es natürlich erstmal eines Antrages. Ich habe mich damals sehr sorgfältig, um meinen Antrag gekümmert. Ob ich alles richtig gemacht habe, weiß ich nicht. Aber für diejenigen, die überlegen einen Antrag zu stellen, habe ich nachfolgend aufgelistet, was aus meiner Sicht wichtig war.

1. Alle Arztbriefe, die ich jemals zur RA oder weiterer Erkrankungen, die mit Einschränkungen verbunden sind, erhalten habe, habe ich kopiert und mitgeschickt (Ja, das war ein dicker Stapel Papier).

2. Mein behandelnder Rheumatologe hat noch einen Brief über meinen aktuellen Gesundheitszustand geschrieben.
Ich habe ihm dazu in einem ausführlichen Gespräch erläutert, wie es mir geht – ohne es (wie ich es sehr oft mache) zu beschönigen.

3. Ich habe selbst einen ausführlichen Bericht über meine Einschränkungen im Alltag geschrieben und die Tätigkeiten beschrieben, die ich nicht mehr kann oder mir schwerfallen, wie z.B. Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Gehen längerer Strecken, Tragen von schweren Einkaufstüten, Hausarbeit, Arbeiten am Computer, Ein- und Aussteigen ins Auto usw. Alles das, was anders ist, seit ich RA habe. Auch hier habe ich nichts beschönigt und wie so oft gedacht, ach, dieses oder jenes geht schon. Nein, ich war ehrlich zu mir selbst, auch wenn mir das nicht leicht gefallen ist.

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3 Kommentare

  • Ted | |

    60% auf RA ist schon eine Menge . Habe seit ca. einem Jahr diese Diagnose. Habe aber schon 60% auf meine anderen körperlichen Beschwerden. Habe die 60% sofort nach zwei Monaten zuerkannt bekommen ohne einreichen irgendwelcher Schriftstücke meinerseits.
    Sollte ich einen Verschlimmerungs Antrag stellen?
    Gibt es im Blog Erfahrungswerte?

    Mit freundlichen Grüßen

    Ted

  • Bärbel | |

    Hallo Ted,
    ob es sich lohnt einen Änderungsantrag zu stellen, ist schwer zu beurteilen. Eventuell kann dir dein Rheumatologe, der den Verlauf deiner RA gut kennt, eine Einschätzung geben. Du solltest aber wissen, dass es ein Änderungsantrag ist, d.h. der GdB wird erneut geprüft. Es kann also sein, dass dann festgestellt wird, dass der GdB von 60 “zu hoch” ist und du herabgestuft wirst. Du solltest also schon einigermaßen sicher sein, dass du auf jeden Fall bei den 60 bleibst. Ich höre von vielen RA-Patienten, dass ein GdB, der die 60 überschreitet nur noch eher selten gewährt wird. Aber ich kenne deinen Gesundheitszustand nicht und kann das daher nur schwer aus der Ferne einschätzen. Herzliche Grüße, Bärbel

  • irmaga | |

    Ich habe einen Grad von 30%. Laut meiner Rheumatologin würde ein Änderungsantrag keine Erhöhung der Prozente bringen , da meine Gelenke zwar geschwollen aber nicht angegriffen sind.
    Ich hab jetzt schon den zweiten Intervall von Rituximab hinter mir, letzte Infusion im September 2015. Leider nicht die gewünschte Verbesserungen eingetreten.
    Beruflich muss ich schwer arbeiten, bin im Versand tätig und muss Pakete schleppen deren Gewicht zwischen 5 und 10 kg haben. Die ganze Zeit ging es noch einigermaßen, aber dieses Weihnachtsgeschäft war heftig. Ich bin an meine Grenzen gestoßen.
    Mit meinen 59 Jahren und der Krankheit wird mich bestimmt kein Betrieb für Büroarbeiten einstellen, ich hatte schon an einen beruflichen Wechsel gedacht. Die momentane Situation deprimiert mich sehr.
    50% Grad der Behinderung wäre schon gut, dann könnte ich wenigstens in 2 Jahren mit Abzügen in Rente gehen. Aber bis dahin……………..
    Ich hatte mir soviel von Rituximab erhofft …………….

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