Malerei und Rheuma - Hobby - Bloggerin Elke - Rheumahelden

Rheuma im Rentenalter – Die Suche nach einem Hobby

Schon als Kind hatte ich eine Vorliebe fürs Zeichnen und Malen. Nach dem Schulabschluss begann ich deshalb eine Ausbildung für Mode und Modeillustration. Nach Beendigung der Ausbildung fing ich im damaligen West-Berlin an, als Modezeichnerin zu arbeiten. Leider schloss der Betrieb, in dem ich arbeitete, wenige Jahre später, sodass ich mich arbeitslos melden musste. Der Zufall wollte es, dass das Arbeitsamt Leute suchte. Dort bin ich dann 43 Jahre lang geblieben.

2008 erhielt ich die Diagnose RA. 2010 beendete ich mein Berufsleben, welches immer eine 42-Stundenwoche beinhaltete. Es blieb nun viel Zeit, die zu füllen war.

Die Widergeburt meiner Hobbies

Früher arbeitete ich überwiegend „realistisch“ mit Aquarelltusche, Kreide und Kohle. Nach dem Besuch einer Ausstellung über die Werke des berühmten deutschen Malers Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie in Berlin gab es für mich nur noch eins: Die abstrakte Malerei.

Eine langjährige Freundin machte mich auf einen Film über diesen berühmten noch lebenden Maler aufmerksam. Dieser Film „Painting“ wurde auf dem TV-Sender Arte gesendet. Man zeigte 90 Minuten lang, wie der Künstler in seinem Atelier arbeitete. Ich war fasziniert. Ich dachte mir: Du hast zwar nicht so ein riesiges Atelier, aber einen Raum in Deiner Wohnung könntest Du immer wieder einmal für ein bis zwei Tage als „Atelier“ umgestalten. Ich versuchte mich an kleinen Formaten von Leinwänden und Papier.

Das Experimentieren mit Acrylfarben, Strukturpasten und individuellen Materialien für Collagen fasziniert mich. Im Allgemeinen beginne ich ein Bild intuitiv zu malen, ändere teilweise während des Prozesses die Richtung und bin am Ende teilweise selbst von meinem Ergebnis überrascht. Der Betrachter möge seine eigene Interpretation vornehmen.

Wie vereinbare ich dieses Hobby mit der Krankheit RA?

Am Anfang hatte ich meine Bedenken, dass meine Kräfte durch das lange Stehen (ich male an einem Tisch, nicht an der Staffelei) in kurzer Zeit schwinden würden. Das war dann auch der Fall. Ich musste mich setzten und ausruhen. In dieser Zeit arbeitete aber mein Gehirn bereits wieder an neuen Ideen, die ich mir gleich notierte. Ich fand also eine Balance zwischen dem Hobby als Leidenschaft und den Schmerzen der RA. Ich vergaß meine Krankheit durch dieses schöne Hobby.

Nach einiger Zeit entdeckte ich für mich die Fotografie. Ich arbeite mit Acryltinte und vermische sie mit verschiedenen Flüssigkeiten, dabei entstehen für einen Moment wunderbare Bilder, die ich dann mit meiner Kamera festhalte.

Fotografie und Rheuma - Hobby - Bloggerin Elke - Rheumahelden

Inzwischen hängen meine Bilder im kleinen Rahmen bei Freunden, Bekannten, in Kanzleien, Steuerbüros und Arztpraxen. Schaut doch mal rein:

Meine Homepage: www.elke-zaetzsch.jimdo.com