Kichererbsen Nährstoffbombe - Bloggerin Mouni - Rheumahelden

Kichererbsen – eine kleine Nährstoffbombe bei Rheuma

Ich liebe Kichererbsen. Weil sie so abwechslungsreich zuzubereiten sind, satt machen und voller Nährstoffe stecken, die unser Körper gut gebrauchen kann. Sie enthalten Eisen, Kalzium und genügend Eiweiß, um richtig schön satt zu werden. Außerdem habe ich gemerkt, dass es einfach gut tut, mehr pflanzliche Proteine zu essen. Ich empfehle sie egal, welche Rheumaform Du hast – ob Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Lupus, Arthrose oder auch Fibromyalgie.

Hülsenfrüchte sind eine gute Eiweißquelle und wenn wir sie so kochen, dass sie bekömmlich sind, eine hervorragende Alternative zu Fleisch. Viele Menschen haben Angst, Kichererbsen oder andere Hülsenfrüchte zu essen, weil sie sich vor den Blähungen fürchten. Doch ich werde Dir in diesem Artikel einige Hinweise geben, wie Du das vermeiden oder wenigstens reduzieren kannst. Blähungen sind einfach nervig. Das ist mir schon klar … 🙂

Die Qual der Wahl – kaufen oder selber kochen?

Du kannst Kichererbsen entweder selbst kochen oder fertig gekocht im Glas kaufen. Wenn ich sie im Glas kaufe, achte ich immer darauf, dass kein Zucker enthalten ist. Einfach, weil ich festgestellt habe, dass es meiner Rheumatoiden Arthritis gut bekommt, so wenig Zucker wie möglich zu essen. Deshalb achte ich auf versteckten Zucker und schaue mir dafür immer die Zutatenliste an.

Oder willst du es wagen, die Kichererbsen selbst zu kochen?

Es ist nicht schwer und vor allem kannst du jetzt eine Menge tun, um sie richtig bekömmlich zu machen. Ohne Rumpeln im Bauch … 🙂 Falls Du bisher noch nie oder kaum Hülsenfrüchte gegessen hast, kann es allerdings sein, dass sich Dein Körper erst einmal daran gewöhnen muss und am Anfang doch mit Blähungen reagiert. Dann iss erst einmal nur eine kleine Menge Hülsenfrüchte.

Da ich meine Ernährung schon vor vielen Jahren aufgrund der Rheumatoiden Arthritis umgestellt habe, hat sich mein Körper schon gut daran gewöhnt und reagiert nur wenig mit Blähungen.

Meine Tipps, wie du Kichererbsen so kochst, dass sie bekömmlich sind: 

Du brauchst:

  • 2 Tassen getrocknete Kichererbsen
  • Wasser
  • 1 Stück Ingwer oder 2 TL Natron
  • 2 Lorbeerblätter

Anleitung:

  1. Die Kichererbsen in reichlich Wasser über Nacht einweichen lassen.

Tipp: Gib zu den Kichererbsen 2 Scheiben Ingwer oder 2 TL Natron. Mit Natron werden die Hülsenfrüchte schneller weich und es ist ebenfalls ein Mittel, um Blähungen zu verhindern.

  1. Am nächsten Tag das Einweichwasser komplett weggießen und die Kichererbsen gründlich unter kaltem Wasser abspülen. (Damit hast Du schon einmal etwas Wichtiges getan, um Blähungen zu reduzieren.)
  2. Mit reichlich kaltem Wasser aufsetzen und mit offenem Deckel zum Kochen bringen.
  3. Es bildet sich beim Aufkochen reichlich Schaum: den unbedingt mit einem Löffel abschöpfen. In diesem Schaum sind ordentlich Blähstoffe drin.
  4. Solange abschöpfen, bis sich kein Schaum mehr bildet (etwas Schaum bleibt immer). Das dauert ca. 30 Minuten. Eventuell noch ein- oder zweimal kaltes Wasser hinzugeben, damit wird noch einmal Schaum gebildet, von dem am Schluss nur noch relativ wenig zu sehen ist. Achte darauf, dass die Kichererbsen immer mit reichlich Wasser bedeckt sind.
  5. Gib jetzt den Deckel drauf und koche sie solange, bis sie butterweich sind. Umso weicher sie gekocht werden, desto bekömmlicher sind sie. Das kann ca. 2 Stunden dauern. In der Zeit darauf achten, dass immer genug Wasser im Topf ist. Wenn Du einen Dampfdrucktopf benutzt, geht es schneller. Dann benötigen die Kichererbsen nur 50 Minuten.

Tipp: Hülsenfrüchte nicht salzen. Sie bleiben sonst hart. Erst in der Weiterverarbeitung Salz hinzufügen.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Kochst Du schon mit Hülsenfrüchten? Ich freue mich riesig über einen Kommentar von Dir.

Deine Mouni

www.eat-and-move.de

Kichererbseneintopf mit Sellerie, Kürbis und Kräutern

Dieses Rezept zum Nachkochen kann ich Euch empfehlen:

Zutaten

1,5 Tassen Sellerie, geputzt und gewürfelt

1 kleiner Hokkaidokürbis, gewürfelt

1-2 Knoblauchzehen (optional)

1 Stängel Rosmarin

Maisstärke

Olivenöl

Gemüsebrühe ohne Hefe oder Kräutersalz

1 Bund Petersilie

Kreuzkümmel

Kurkuma

Zubereitung

  1. Den Sellerie in Olivenöl von allen Seiten anbraten.
  2. Den Knoblauch in Scheiben dazugeben und mit anbraten.

  1. Den Kürbis hinzufügen und anbraten und etwas Salz hinzufügen – entweder nimmst Du schon etwas von der Gemüsebrühe oder Kräutersalz
  2. Die Kichererbsen in ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen.
  3. Die Kichererbsen zum angebratenen Gemüse geben.
  4. Alles halb mit Flüssigkeit bedecken. (Nicht mehr nehmen, weil das Gemüse auch noch Flüssigkeit zieht). Dafür das Kichererbsenwasser nehmen oder, wenn du sehr empfindlich bist mit Hülsenfrüchten, dann nimm selbstgekochtes Gemüsewasser oder einfach klares Wasser.
  5. Kochen bis das Gemüse gar ist. Wenn du magst, kannst du einen Stengel Rosmarin dazugeben.
  6. In der Zwischenzeit Stärke in wenig kaltem Wasser anrühren und in die kochende Flüssigkeit rühren, bis die Flüssigkeit geliert.
  7. Mit etwas Kurkuma, Kreuzkümmel und Gemüsebrühe oder Kräutersalz abschmecken und servieren.

Ganz viel Spaß beim Nachkochen! Und gutes Gelingen.